Straßentote weltweit um 21 % gesunken, stärkere Maßnahmen gefordert
Die Zahl der Verkehrstoten ist laut Weltgesundheitsorganisation weltweit um 21 % gesunken. Dennoch kamen 2025 noch 1,16 Millionen Menschen ums Leben.

Die Zahl der Verkehrstoten ist weltweit um 21 Prozent zwischen 2011 und 2025 gesunken, obwohl mehr als eine Milliarde Kraftfahrzeuge auf den Weltstraßen hinzugekommen sind. Nach neuen Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderten Verkehrsunfälle im Jahr 2025 dennoch 1,16 Millionen Menschenleben. Verletzungen im Straßenverkehr bleiben die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 29 Jahren.
Die neuen WHO-Daten wurden veröffentlicht, als die Staats- und Regierungschefs der Welt heute eine neue Erklärung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Verkehrssicherheit verabschiedeten. Ziel der Erklärung ist es, die globalen Anstrengungen zur Erreichung des Ziels der nachhaltigen Entwicklung, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 um 50 % zu senken, zu beschleunigen.
„Dieser Fortschritt zeigt, dass Veränderung möglich ist, wenn Länder in sichere Straßensysteme investieren“, sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er betonte, dass alle Verkehrstoten vermeidbar und inakzeptabel seien.
Die UN-Erklärung enthält Verpflichtungen der Mitgliedstaaten zur Umsetzung nationaler Strategien zur Verkehrssicherheit mit klaren Zielen und Budgets. Sie fördert auch den „Safe System“-Ansatz, der menschliche Fehler anerkennt und darauf abzielt, überlebensfähige Unfallfolgen zu gewährleisten. Die Erklärung fordert auch Führung von Regierungen und dem Privatsektor.