Straßenverkehrslärm mit erhöhtem Parkinson-Risiko verbunden
Eine großangelegte dänische Studie ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen langfristiger Lärmbelastung durch Straßenverkehr und einem erhöhten Risiko für Parkinson. Die Studie analysierte über 3,1 Millionen Erwachsene.

Eine umfassende Studie aus Dänemark hat eine bemerkenswerte Verbindung zwischen langfristiger Lärmbelastung durch Straßenverkehr und einem erhöhten Risiko für die Parkinson-Krankheit aufgezeigt. Die Forschung, die als eine der größten ihrer Art gilt, umfasste über 3,1 Millionen erwachsene Einwohner.
Die 18-jährige Studie, veröffentlicht in JAMA Neurology, verfolgte Personen im Alter von 40 Jahren und älter. Sie zeigte, dass für jeden Anstieg um 11,5 Dezibel des Verkehrsgeräuschpegels an der Fassade ihres Hauses, die Teilnehmer einem um 3 Prozent erhöhten Risiko für Parkinson ausgesetzt waren. Typischer Straßenlärm in Wohngebieten reicht von 40 bis 60 Dezibel, während stark befahrene Straßen 70 Dezibel oder mehr erreichen können.
Die Forscher stellten fest, dass eine Langzeitexposition gegenüber Verkehrsgeräuschen mit einem erhöhten Parkinson-Risiko verbunden war. Sie stellten jedoch fest, dass diese Assoziation gemildert wurde, wenn eine Seite der Wohnung ruhiger war. Dies deutet darauf hin, dass die Höhe der Lärmbelastung und nicht nur die Nähe zu einer Straße ein Schlüsselfaktor ist.
Die Ergebnisse waren über verschiedene demografische und sozioökonomische Gruppen hinweg konsistent, einschließlich Unterschieden in Geschlecht, Einkommen, Bildung und Bevölkerungsdichte. Die Studienautoren kamen zu dem Schluss, dass Verkehrsgeräusche ein neuartiger Risikofaktor für Parkinson sein könnten, und betonten die Bedeutung von Strategien zur Förderung ruhiger Wohnumgebungen.