Rocket Lab protestiert gegen NASAs Mars-Auftrag über 700 Millionen Dollar an Blue Origin
Rocket Lab hat formell Protest bei der US-Regierungsbehörde für Rechenschaftspflicht (GAO) eingelegt gegen die Entscheidung der NASA, einen Mars-Auftrag im Wert von 700 Millionen Dollar an Blue Origin zu vergeben.

Das Raumfahrtunternehmen Rocket Lab hat bei der US-Regierungsbehörde für Rechenschaftspflicht (GAO) formell Protest gegen die Vergabe eines Auftrags im Wert von 700 Millionen Dollar durch die NASA an Blue Origin eingelegt. Rocket Lab behauptet, die Bewertung von Angeboten durch die NASA sei inkonsistent gewesen und die Entscheidung entspreche nicht den vom Kongress festgelegten Qualifikationskriterien.
Der Vertrag, dessen potenzieller Wert bis zu 700 Millionen Dollar beträgt, wurde Blue Origin am 1. September zugesprochen. Blue Origin soll eine leistungsstarke Mars-Kommunikationssonde für die NASA entwickeln und betreiben, die bis Ende 2028 geliefert und 2030 auf dem Mars einsatzbereit sein soll.
Rocket Lab argumentiert, dass Beschaffungsstandards für fairen Wettbewerb und den Schutz öffentlicher Investitionen unerlässlich seien. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Prüfung von Rocket Labs technischer Lösung durch die NASA widersprüchlich und fehlerhaft war.
Die Mission ist Teil von NASAs Bemühungen, die Kommunikationsinfrastruktur um den Mars zu modernisieren. Die NASA setzt derzeit auf die Orbiter Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter, die beide seit vielen Jahren im Dienst sind und ihre geplante Lebensdauer überschritten haben.