📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Gesundheit

Rolle von Insulinrezeptor-Substrat-2 bei Alzheimer-Entstehung

Eine von der Alzheimer Forschung Initiative geförderte Studie untersuchte die Bedeutung von Insulinrezeptor-Substrat-2 (IRS2) für die Alzheimer-Entstehung mittels gentechnisch veränderter Mausmodelle.

11. Juni 2026
Rolle von Insulinrezeptor-Substrat-2 bei Alzheimer-Entstehung

Die Alzheimer Forschung Initiative e. V. unterstützte von 2008 bis 2010 eine Forschungsarbeit an der Universität zu Köln, die die Rolle der Expression von Insulinrezeptor-Substrat-2 (IRS2) bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit beleuchtete.

Ausgangspunkt der Untersuchung war die in klinischen Studien beobachtete Verbindung zwischen Typ-2-Diabetes und Alzheimer-Demenz. Forscher verfolgten die Hypothese, dass die Alzheimer-Erkrankung eine Art "Diabetes des Gehirns" darstellen könnte, bei der die insulinvermittelte Signalübertragung gestört ist. Es gab bereits Hinweise darauf, dass bei Alzheimer-Patienten die Menge an Insulinrezeptoren und deren Signalproteinen im Gehirn reduziert ist, wobei dies mit der Krankheitsschwere zunahm.

Mittels gentechnisch veränderter Mausmodelle wurde untersucht, ob eine vermehrte Expression von IRS2 in Nervenzellen die Alzheimer-Pathologie beeinflusst. Es wurden transgene Mäuse generiert, die IRS2 in Nervenzellen überexprimieren. Diese Mäuse wurden mit Alzheimer-Modellmäusen (Tg2576) gekreuzt, um den Einfluss von IRS2 auf die krankheitsspezifischen Veränderungen zu erforschen. Dieser Prozess war bei Projektende noch im Gange.

Erste Analysen zeigten, dass die IRS2-Überexpression in Nervenzellen ohne Alzheimer-Pathologie zu einer Verschlechterung der Lernleistung führte, anstatt zu einer erwarteten Verbesserung. Zudem zeigten diese Mäuse eine reduzierte lokomotorische Aktivität. Zellkulturen wurden ebenfalls etabliert, um die Rolle von IRS-Proteinen für das Überleben von Nervenzellen unter Stressbedingungen, wie sie bei Diabetikern auftreten, zu untersuchen.

Das Projekt unter der Leitung von Dr. med. Markus Schubert vom Klinikum der Universität zu Köln erhielt eine Fördersumme von 60.440,00 Euro. Die Ergebnisse wurden im Abschlussbericht der Förderperiode dokumentiert.

Originalquelle: alzheimer-forschung.de