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Gesundheit

Malaria-Partnerschaft "Roll Back Malaria" wird neu strukturiert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) würdigt den Beitrag der "Roll Back Malaria" (RBM)-Partnerschaft zu globalen Fortschritten bei der Malariabekämpfung. Der Vorstand der Partnerschaft hat die Auflösung ihres Sekretariats im Zuge von Umstrukturierungen empfohlen.

10. Juni 2026
Malaria-Partnerschaft "Roll Back Malaria" wird neu strukturiert
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die 1998 gegründete "Roll Back Malaria" (RBM)-Partnerschaft zur Stärkung globaler Anstrengungen gegen Malaria wird neu strukturiert, um zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Der Vorstand der Partnerschaft hat aufgrund der fortlaufenden Umstrukturierung und anhaltender finanzieller Schwierigkeiten die Auflösung des derzeitigen, von der WHO in Genf beherbergten RBM-Sekretariats empfohlen.

In den vergangenen 17 Jahren hat die RBM-Partnerschaft maßgeblich zur deutlichen Reduzierung der globalen Malaria-Belastung beigetragen. Über 6 Millionen Todesfälle, hauptsächlich bei Kindern unter fünf Jahren in Subsahara-Afrika, konnten verhindert werden. Das Millenniumsentwicklungsziel, die Malaria-Ausbreitung bis 2015 zu stoppen und umzukehren, wurde erreicht. Die RBM-Partnerschaft spielte dabei eine wichtige Rolle bei der Konsensbildung, der Mobilisierung von Ressourcen und der Anregung von Maßnahmen.

Malaria bleibt trotz dieser Fortschritte eine erhebliche Herausforderung für die öffentliche Gesundheit. Im Jahr 2015 gab es weltweit über 200 Millionen Malariafälle und mehr als 400.000 Todesfälle. Etwa 3 Milliarden Menschen in 97 Ländern sind weiterhin gefährdet, wobei sich die Krankheit weiterhin stark auf einkommensschwache afrikanische Länder konzentriert.

Mit dem Übergang zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) werden neue Ansätze verfolgt. Die "Global Technical Strategy for Malaria 2016-2030" der WHO und der "Action and investment to defeat malaria 2016-2030"-Plan der RBM setzen ehrgeizige Ziele, darunter eine Reduzierung der globalen Malaria-Inzidenz und -Mortalität um 90 %. Die Erreichung dieser Ziele erfordert eine Verdreifachung der globalen Finanzierung und neue Strukturen zur Einbindung von Interessengruppen.

Originalquelle: who.int