Russland kritisiert NATO-Zusagen für Ukraine: "Verantwortungslos"
Russland hat die Beschlüsse des NATO-Gipfels zur weiteren Unterstützung der Ukraine scharf kritisiert. Das Außenministerium warf europäischen NATO-Staaten vor, sich auf einen bewaffneten Konflikt vorzubereiten.

Russland hat die auf dem NATO-Gipfel getroffenen Beschlüsse zur weiteren Unterstützung der Ukraine scharf kritisiert. Das russische Außenministerium warf den europäischen NATO-Staaten vor, sich auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vorzubereiten. Die Entscheidungen seien "verantwortungslos" und könnten in eine Katastrophe führen.
Auf dem NATO-Gipfel in Ankara wurden der Ukraine Militärhilfen in Höhe von 70 Milliarden Euro für das Jahr 2026 zugesagt, gefolgt von mindestens demselben Betrag für 2027. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem an, dass die Ukraine künftig Patriot-Luftabwehrraketen in Lizenz herstellen darf.
Parallel dazu meldeten ukrainische Streitkräfte die Zerstörung von zwölf Öltankern und weiteren Schiffen im Asowschen Meer. Laut dem Generalstab in Kiew versorgten die Schiffe die russische Armee mit Treibstoff und dienten der Umgehung von Sanktionen. Daneben soll eine Ladeinfrastruktur in der russischen Region Rostow durch Drohnenangriffe in Brand gesetzt worden sein.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine greife russische Öllager an, um auf die Verlängerung des Krieges und fortgesetzte russische Angriffe zu reagieren. Bereits in den Vortagen hatte die Ukraine nach eigenen Angaben mehrere Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte im Asowschen Meer attackiert, um westliche Sanktionen zu umgehen.