📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

Russische Technologieunternehmen planen Umzug von Rechenzentren unter die Erde

Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf kritische Infrastruktur prüft die russische Tech-Branche den Schutz ihrer Rechenzentren durch unterirdische Standorte.

3. November 2026
Russische Technologieunternehmen planen Umzug von Rechenzentren unter die Erde

Russische Technologieunternehmen reagieren auf die zunehmende Bedrohung durch ukrainische Drohnenangriffe, die bereits Rechenzentren mit KI-Supercomputern beschädigt und Cloud-Dienste gestört haben. Betroffen sind namhafte Unternehmen wie Yandex, Sberbank und VKontakte. Um die IT-Infrastruktur künftig besser zu schützen, werden nun verstärkt Maßnahmen zur physischen Absicherung ergriffen.

Das staatliche Telekommunikationsunternehmen Rostelecom prüft derzeit gemeinsam mit dem Bergbaukonzern Norilsk Nickel die Möglichkeit, Rechenzentren unterirdisch anzusiedeln. Regionale Behörden haben zudem vorgeschlagen, ehemalige Kohletagebaue als versteckte Standorte für Serverfarmen zu nutzen. Diese Bemühungen finden vor dem Hintergrund strengerer staatlicher Auflagen statt, die Betreiber dazu verpflichten, Kapazitäten für Notfallanforderungen des Staates bereitzuhalten.

Die Entwicklung verdeutlicht die strategische Bedeutung digitaler Infrastruktur im aktuellen Konflikt. Angesichts der anhaltenden Angriffe auf militärische und zivile Ziele suchen russische Betreiber nach Wegen, die Kontinuität ihrer Dienste sicherzustellen. Die russische Regierung hat bereits die Nutzung ausländischer Rechenzentren als Notlösung autorisiert, falls die heimische Infrastruktur weiter beeinträchtigt werden sollte.

Originalquelle: arstechnica.com