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R+V Versicherung rechnet mit Millionenschäden durch Tierseuchen

Deutschlands größter Agrarversicherer R+V warnt vor erheblichen finanziellen Belastungen für die Landwirtschaft durch Blauzungenkrankheit und Afrikanische Schweinepest.

2. November 2026
R+V Versicherung rechnet mit Millionenschäden durch Tierseuchen

Die R+V Versicherung erwartet durch die aktuelle Ausbreitung verschiedener Tierseuchen in Deutschland Schäden in Millionenhöhe. Laut dem Unternehmen führt insbesondere die Blauzungenkrankheit zu einer steigenden Zahl an Schadensmeldungen. Die durch Stechmücken übertragene Krankheit trifft vor allem Rinder, Schafe und Ziegen und beeinträchtigt deren Milchleistung erheblich.

Agrarexperte Carsten Reimer vergleicht das Ausmaß des aktuellen Ausbruchs mit der Epoche 2007/2008, in der das Unternehmen rund 14 Millionen Euro für Ertragsschäden regulierte. Da es für diese Verluste keine staatlichen Entschädigungen gibt, ist die Absicherung über Ertragsschadenversicherungen für Landwirte essenziell, um die wirtschaftliche Existenz der Betriebe zu sichern.

Gleichzeitig belastet die Afrikanische Schweinepest (ASP) vor allem Betriebe in Hessen und angrenzenden Bundesländern. Neben der Tötung infizierter Bestände führen staatliche Sperrzonen zu massiven Einschränkungen bei der Bewirtschaftung von Äckern. Die R+V springt hier mit Ernteversicherungen ein, die zeitnah Liquidität sichern, während staatliche Ausgleichszahlungen oft verzögert fließen.

Eine leichte Entspannung verzeichnet der Versicherer lediglich bei der Geflügelpest. Seit Ende 2020 sind zwar Schäden in Höhe von 36 Millionen Euro entstanden, aktuell registriert das Unternehmen jedoch kaum neue Fälle, was eine Abweichung zum üblichen saisonalen Verlauf darstellt.

Originalquelle: ruv.de