R+V-Studie: Vier von fünf Familien fühlen sich mental belastet
Eine Studie der R+V Versicherung zeigt, dass 80 Prozent der Familien in Deutschland im Alltag unter erheblicher mentaler Belastung leiden. Eine neue Dokumentation beleuchtet die Erfahrungen Betroffener.

Berlin – Eine aktuelle Studie der R+V Versicherung offenbart, dass 80 Prozent der Familien in Deutschland im täglichen Leben unter starker mentaler Belastung stehen. Die Untersuchung verdeutlicht, wie der ständige Spagat zwischen Familie, Beruf und Alltag zu Erschöpfung und Erkrankungen führen kann.
Laut der Erhebung fühlt sich die Mehrheit der Eltern (78 Prozent) dazu gezwungen, ständig an alles denken zu müssen. Diese Last trifft Frauen überproportional stark (89 Prozent). Mehr als 60 Prozent der Eltern leiden zudem unter Dauerstress, zu wenig Zeit für sich selbst und Erschöpfung. Insbesondere Eltern kleiner Kinder und kinderreiche Familien empfinden diese Belastung als besonders schwer.
Die R+V Versicherung bemängelt, dass in der öffentlichen Diskussion die mentale Dauerbelastung von Familien, insbesondere von Müttern und Vätern, zu wenig Beachtung findet. Um das Tabuthema aufzugreifen, hat das Unternehmen eine neuminütige Dokumentation produziert. Zehn unterschiedliche Familien aus ganz Deutschland kommen darin zu Wort und schildern offen ihre Herausforderungen und Erfahrungen. Die Produktion soll die Aufmerksamkeit für das Phänomen "Mental Load" schärfen.
Die Dokumentation, die auf YouTube und der Website des Unternehmens abrufbar ist, zeigt die alltäglichen Sorgen, persönlichen Schwierigkeiten und Bewältigungsstrategien der Familien. Viele Eltern beschreiben das Gefühl, einen schweren Rucksack zu tragen, während ihr Kopf von zahlreichen Gedanken erfüllt ist. Auch Kinder nehmen die Belastung ihrer Eltern wahr, was sich beispielsweise in vermehrter Weinerlichkeit oder Gereiztheit äußern kann.
Die befragten Eltern versuchen, ihre Last durch angenehme Aktivitäten wie Spaziergänge oder Musik zu lindern und suchen das Gespräch mit Angehörigen. Viele äußern auch den Wunsch nach mehr staatlicher Unterstützung, beispielsweise durch Angebote von Schulen und dem Gesundheitssystem, sowie nach bedarfsgerechteren externen Dienstleistungen.