R+V-Studie: Steigende Lebenshaltungskosten und politische Unsicherheit dominieren Ängste der Deutschen 2026
Die R+V-Studie „Die Ängste der Deutschen 2026“ zeigt: Gestiegene Lebenshaltungskosten sind die größte Sorge der Bundesbürger. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die Politik.

Berlin – Die Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten ist im Jahr 2026 die mit Abstand größte Angst der Deutschen. Laut der aktuellen R+V-Studie „Die Ängste der Deutschen“ befürchten 59 Prozent der Bevölkerung, dass ihr Geld auf Dauer nicht mehr zum Leben ausreicht. Dies ist der erste Platz der Rangliste, die seit 1992 jährlich erhoben wird.
Neben den finanziellen Sorgen zeigt die Studie auch eine deutliche politische Verunsicherung. Auf Platz zwei der Ängste rangiert die Befürchtung vor Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen, die 53 Prozent der Befragten umtreibt. Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Isabelle Borucki erklärt, dass die Bürger angesichts steigender Staatsausgaben für Soziales, Verteidigung und Infrastruktur eine klare Vorstellung davon haben, dass die Finanzierung über höhere Abgaben, geringere Leistungen oder neue Schulden erfolgen muss.
Die Angst vor einer schlechteren Wirtschaftslage belegt Platz vier mit 51 Prozent. Besonders auffällig ist der Anstieg der Rezessionsangst um zehn Prozentpunkte, was auf einen kollektiven Vertrauensverlust in die wirtschaftliche Zukunft hindeutet. Grischa Brower-Rabinowitsch, Leiter der Studie, betont, dass dieser Anstieg das stärkste Signal der diesjährigen Untersuchung darstellt.
Die seit 1992 jährlich durchgeführte und repräsentative Studie der R+V Versicherung befragt 2.400 Menschen zu ihren größten Sorgen in Bezug auf Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt und Gesundheit. Die Ergebnisse für 2026 spiegeln eine Zunahme wirtschaftlicher Pessimismus und eine wachsende Skepsis gegenüber politischen Entwicklungen wider.