Saab und schwedische Luftwaffe setzen "Loke" Drohnenabwehrsystem ein
Saab und die schwedische Luftwaffe haben das "Loke"-Drohnenabwehrsystem innerhalb von 84 Tagen erfolgreich evaluiert und eingeführt, das zur Detektion und Neutralisierung feindlicher Drohnen konzipiert ist.

Stockholm – Saab und die schwedische Luftwaffe haben in Zusammenarbeit mit der schwedischen Rüstungsbeschaffungsbehörde (FMV) innerhalb von nur 84 Tagen das neue System "Loke" zur Detektion und Bekämpfung feindlicher Drohnen entwickelt und einsatzbereit gemacht.
Die Einführung dieser Fähigkeit zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (C-UAS) ist eine Reaktion auf die rasch zunehmende Bedrohung durch Drohnen. Die Verbreitung von Drohnentechnologie hat das Schlachtfeld grundlegend verändert, da kommerzielle Drohnen oft kostengünstig, mit geringer Signatur sind und autonom oder in Schwärmen operieren können, was ihre Erfassung durch herkömmliche Flugabwehrsysteme erschwert.
Das "Loke"-Konzept deckt den gesamten Wirkkettenbereich ab. Es integriert bewährte Komponenten wie das Giraffe 1X Radar zur Erfassung und Klassifizierung sowie ein leichtes Kommando- und Kontrollsystem nach dem SHORAD-Konzept. Als Effektorkomponente dient die ferngesteuerte Waffenstation Trackfire. Saab betonte, dass die beschleunigte Entwicklung durch die Wiederverwendung bestehender Produkte und die Integration neuer Funktionen unter Umgehung standardmäßiger mehrjähriger Entwicklungszyklen erreicht wurde.
"Dies ist ein klares Beispiel dafür, wie wir die erforderlichen Fähigkeiten aufbauen und bereit sind, von normalen Prozessen abzuweichen, um die heutigen Bedrohungen schnell zu bewältigen", erklärte Generalmajor Jonas Wikman, Chef der Luftwaffe. Personal des Luftwaffenstützpunkts Norrbotten wurde in das Projekt einbezogen, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der zukünftigen Bediener berücksichtigt wurden. Das System wird als skalierbar und anpassungsfähig an sich entwickelnde Bedrohungen beschrieben.