Saab erhält Auftrag für mobiles Luftabwehrsystem aus Litauen
Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat einen dritten Auftrag für sein mobiles Kurzstrecken-Luftabwehrsystem (MSHORAD) vom litauischen Verteidigungsbeschaffungsamt erhalten. Der Auftragswert liegt bei rund 1,4 Milliarden SEK.

Der schwedische Rüstungskonzern Saab gab am 1. Dezember 2025 den Erhalt eines dritten Auftrags für sein mobiles Kurzstrecken-Luftabwehrsystem (MSHORAD) vom litauischen Verteidigungsbeschaffungsamt bekannt. Der Auftragswert beträgt rund 1,4 Milliarden Schwedische Kronen, die Auslieferungen sind für die Jahre 2026 bis 2030 geplant.
Die litauischen Streitkräfte werden eine dritte Batterie des MSHORAD-Systems erhalten. Saab wird das System in JLTV 4x4-Fahrzeuge integrieren, die von Oshkosh hergestellt werden. Diese Integration kombiniert das Kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem RBS 70 NG und das Giraffe 1X-Radar, verbunden über ein Führungs- und Waffeneinsatzsystem (GBAD C2) sowie Datenverbindungen, was eine schnelle Erfassung und Bekämpfung von Luftzielen ermöglicht.
Görgen Johansson, Leiter des Geschäftsbereichs Dynamics bei Saab, zeigte sich stolz über den fortgesetzten Beitrag des Unternehmens zur litauischen Luftverteidigung. Er erklärte, dass das System darauf ausgelegt sei, fortschrittlichen Bedrohungen zu begegnen und den Anwendern die Fähigkeit zu verleihen, sich auf unerwartete Situationen vorzubereiten und effektiv darauf zu reagieren.
Das MSHORAD-System ist eine fahrzeugintegrierte, mobile Luftabwehrlösung, die zum Schutz von sich bewegenden Militäreinheiten konzipiert ist. Es umfasst mobile Radar- und Feuereinheiten, die auf der RBS 70 NG-Rakete und dem Giraffe 1X-Radar basieren und über ein GBAD C2-System verwaltet werden. Die Lösung bietet eine effiziente Erfassung, Identifizierung und Bekämpfung von Luftbedrohungen.