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Fertigung

Sachsens Ministerpräsident stellt Konzept zur Restrukturierung des VW-Werks Zwickau vor

Michael Kretschmer schlägt eine Neuausrichtung des Zwickauer Volkswagen-Werks vor. Das Modell sieht flexiblere Tarifstrukturen und den Einsatz humanoider Robotik zur Kostensenkung vor.

3. November 2026
Sachsens Ministerpräsident stellt Konzept zur Restrukturierung des VW-Werks Zwickau vor

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat ein neues Konzept zur Sicherung des Volkswagen-Standorts Zwickau vorgestellt. Unter dem Arbeitstitel „Autounion“ soll das Werk von seinen starren tariflichen Vorgaben gelöst werden, um durch flexiblere Arbeitszeitmodelle und leistungsorientierte Entlohnung die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Das Vorhaben zielt darauf ab, die hohen Produktionskosten am Standort zu senken, während die Nettoeinkommen der Beschäftigten über einen Zeitraum von fünf Jahren abgesichert werden sollen. Ergänzend sieht der Plan vor, Zwickau zu einem Innovationszentrum für den Einsatz humanoider Roboter in der Fahrzeugmontage auszubauen. Damit reagiert der Freistaat auf die zunehmende Überkapazität innerhalb des Volkswagen-Konzerns, die den Standort langfristig gefährdet.

Das Konzept stößt bei Gewerkschaften auf ein geteiltes Echo. Während die IG Metall das Ziel einer Standortsicherung grundsätzlich unterstützt, lehnt sie jegliche politische Einmischung in die Tarifautonomie ab. Kretschmer unterstrich, dass eine Einigung mit der Belegschaft und den Arbeitnehmervertretern zwingende Voraussetzung für die Umsetzung des Modells sei.

Originalquelle: mdr.de