Sage-Studie: E-Rechnungen können KMU jährlich 13.500 Euro einsparen
Eine neue Studie von Sage zeigt, dass europäische kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durch die Einführung elektronischer Rechnungsstellung jährliche Einsparungen von bis zu 13.500 Euro erzielen können. Dies optimiert Prozesse und verbessert den Cashflow.

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Europa können durch die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung jährlich rund 13.500 Euro einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Sage, einem Anbieter von Buchhaltungssoftware. Der Einsatz von E-Rechnungen reduziert die Bearbeitungszeit für Rechnungen nahezu um die Hälfte und steigert damit die Effizienz und den Cashflow von Unternehmen erheblich.
Die Studie, für die über 9.000 KMU in Europa befragt wurden, ergab zudem, dass die Arbeitsproduktivität in der EU um bis zu 2,6 Prozent jährlich ansteigen könnte, wenn Unternehmen ihre Zeit von administrativen Aufgaben auf strategischere Tätigkeiten verlagern. Diese Veränderung könnte einen deutlichen Beitrag zum europäischen Wirtschaftswachstum leisten.
Die Umstellung auf E-Rechnungen dient vielen KMU als Ausgangspunkt für eine weitergehende digitale Transformation. Laut der Studie haben 90 Prozent der befragten Unternehmen nach der Einführung von E-Rechnungen weitere Technologien implementiert, wobei 22 Prozent in künstliche Intelligenz für ihre Buchhaltung investierten.
In Deutschland besteht jedoch noch Aufholbedarf. Im B2B-Bereich haben lediglich vier Prozent der kleinen Unternehmen die elektronische Rechnungsstellung eingeführt. Obwohl viele EU-Länder ab 2026 verpflichtende Regelungen für E-Rechnungen einführen, müssen deutsche Unternehmen bereits ab Januar 2025 in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Die Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen tritt in Deutschland erst 2028 in Kraft.