Salzgitter beauftragt Bau eines neuen EAF in Duisburg
Salzgitter AG hat die Transformation seines Stahlwerks in Duisburg durch die Vergabe eines Auftrags für einen neuen Elektrolichtbogenofen begonnen. Der Ofen wird der größte in Deutschland und der zweitgrößte in der EU sein.

Salzgitter AG hat eine bedeutende Transformation seines Stahlwerksstandorts in Duisburg eingeleitet und einen Auftrag für einen neuen Elektrolichtbogenofen (EAF) vergeben.
Hüttenwerke Krupp-Mannesmann GmbH (HKM), kürzlich vollständig von Salzgitter übernommen, hat einen Vertrag mit Tenova über Engineering, Lieferung, Installation und gemeinsame Inbetriebnahme des Ofens sowie der notwendigen Hilfseinrichtungen unterzeichnet.
Der neue Ofen wird mit einem Tappinggewicht von 285 Tonnen und einer Kapazität von bis zu 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr der größte Elektrolichtbogenofen in Deutschland und der zweitgrößte in der Europäischen Union sein. Die geplante jährliche Produktionskapazität liegt bei rund 2 Millionen Tonnen. Das Projekt wird durch Fördermittel von 200 Millionen Euro von der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Die Implementierung soll im August 2026 beginnen und bis 2029 abgeschlossen sein. Die eingesetzte Technologie ermöglicht eine kontinuierliche Zuführung von Schrott und verbessert die Energieeffizienz durch Nutzung von Abgaswärme. Der Ofen kann zudem flexibel eine Mischung aus Rohstoffen wie Stahlschrott und direkt reduziertem Eisenerz verarbeiten.
Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, betonte, dass der neue Ofen HKM direkt in die Strategie der Gruppe für kohlenstoffarme Stahlproduktion integriert und die Position als Lieferant von „grünem Stahl“ stärkt. Der Ofen wird als eine der bedeutendsten Transformationsinitiativen in der europäischen Stahlindustrie bezeichnet.