Samsung-Gewerkschaft plant Protest wegen Gehaltsunterschieden
Die Gewerkschaft der DX-Abteilung von Samsung Electronics kündigte eine Kundgebung vor der Residenz von CEO Lee Jae-yong an, um gegen interne Gehaltsunterschiede zu protestieren.

Die Gewerkschaft der DX-Abteilung von Samsung Electronics, die für Produkte wie Smartphones und Haushaltsgeräte zuständig ist, hat Protestkundgebungen angekündigt. Die Demonstrationen sollen nahe der Residenz des Samsung Electronics-Vorsitzenden Lee Jae-yong beginnen und ab dem 18. September stattfinden.
Als Hauptgrund für die Aktion nennt die Gewerkschaft eine erhebliche Gehaltslücke zwischen der DX-Abteilung und der Halbleiterabteilung (DS). Sie argumentieren, dass die DX-Abteilung in einer kürzlich getroffenen Gehaltsvereinbarung marginalisiert wurde. Zu den Kernforderungen der Gewerkschaft gehören die Ausgabe von 1.000 Unternehmensaktien an jeden Mitarbeiter der DX-Abteilung, die Einrichtung eines einheitlichen Gewinnbeteiligungsfonds aus den Betriebsgewinnen des Unternehmens und eine standardisierte Erhöhung des Grundgehalts für alle Mitarbeiter.
Zuvor fand bereits Ende August eine Kundgebung nahe dem Seocho-Gebäude von Samsung statt, bei der die Gewerkschaft dem Management die Schuld für die sinkende Rentabilität der DX-Abteilung gab. Die Gewerkschaft fordert einen direkten Dialog mit dem Management bezüglich ihrer Forderungen.
Die koreanische Geschäftswelt hat Kritik an den Forderungen der Gewerkschaft geäußert. Einige betrachten die Forderung nach 1.000 Aktien pro Mitarbeiter angesichts der aktuellen geschäftlichen Herausforderungen der DX-Abteilung als unrealistisch. Zudem wird angemerkt, dass eine Gehaltsvereinbarung bereits durch staatliche Vermittlung erzielt und genehmigt wurde, was die aktuellen kollektiven Maßnahmen der Gewerkschaft auf rechtlicher Ebene untergraben könnte.