Samsung Foundrys Mitarbeiter erwägen Kündigung
Eine Gewerkschaftsumfrage zeigt, dass 81,5 % der Mitarbeiter von Samsung Foundrys Chip-Sparte innerhalb von zwei Jahren kündigen wollen. Ungleiche Boni werden als Grund genannt.

Eine deutliche Mehrheit der Mitarbeiter in der Chip-Gießerei-Sparte (Foundry) von Samsung Electronics erwägt offenbar einen Jobwechsel. Laut einer Umfrage der Samsung Electronics Gewerkschaft haben 62 % der Befragten eine "sehr hohe" Absicht geäußert, innerhalb der nächsten zwei Jahre das Unternehmen zu verlassen. Weitere 19 % gaben eine "hohe" Absicht an, was insgesamt 81,5 % der Foundry-Mitarbeiter ergibt, die einen Austritt in Erwägung ziehen.
Diese Zahlen stehen im starken Kontrast zur Zufriedenheit in anderen Geschäftsbereichen des Unternehmens. In der gesamten Halbleitersparte (DS) von Samsung lag die allgemeine Kündigungsabsicht innerhalb eines kurzen Zeitraums bei 49,5 %. Das Speichergeschäft verzeichnete mit 32,7 % eine deutlich niedrigere Rate. Der Geschäftsbereich System LSI, der zweithöchste Werte aufwies, lag bei 75,4 %.
Branchenanalysten zufolge sind die Unterschiede im Bonussystem ein wesentlicher Grund für die Unzufriedenheit. Ein im Mai eingeführter Sonderbonus, der 10,5 % des Betriebsergebnisses umfasst und nach Spartenergebnissen verteilt wird, führt dazu, dass Mitarbeiter in der Foundry- oder System-LSI-Sparte bei gleichem Grundgehalt nur etwa ein Drittel des Bonus erhalten könnten im Vergleich zu Kollegen im Speichergeschäft. Die Mitarbeiter haben das Gefühl, dass ihre Vergütung ihre Arbeitsleistung nicht ausreichend widerspiegelt.