SanDisk verzeichnet steigende Nachfrage nach NAND-Speicher für KI
SanDisk warnt vor einer Unterschätzung des Speicherbedarfs für KI-Infrastruktur; langfristige Lieferverträge reichen bereits bis 2030.
Die steigende Nachfrage durch KI-Infrastrukturen verändert laut SanDisk die Marktstrukturen für NAND-Flash-Speicher. Das Management erklärte, dass Kunden den tatsächlichen Speicherbedarf für KI-Anwendungen häufig unterschätzen, was zu einer massiven Zunahme langfristiger Bestellungen geführt hat. Diese Aufträge binden einen Großteil der Kapazitäten bis zum Ende des Jahrzehnts.
Technisch setzt SanDisk auf neue Lösungen wie den „High Bandwidth Flash“ (HBF), der derzeit in die Fertigung geht. Das Ziel ist es, Lese-Bandbreiten nahe an HBM-Standards mit der Kapazität von NAND-Speichern zu kombinieren, um größere KI-Modelle und längere Kontextfenster zu ermöglichen. Erste Produktmuster sollen im kommenden Kalenderjahr ausgeliefert werden.
Trotz eines Quartalsumsatzes von 11,03 Milliarden US-Dollar, der die Markterwartungen übertraf, reagierte der Aktienkurs mit einem Rückgang. Marktbeobachter werten dies als Anzeichen für eine gewisse Sättigung nach den starken Ergebnissen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen einen Aktiensplit im Verhältnis 8:1 für den 19. November an.