Sanofi und Exscientia kooperieren bei KI-gestützten Medikamenten
Sanofi und das KI-Unternehmen Exscientia gehen eine strategische Forschungszusammenarbeit ein, um bis zu 15 neue Medikamentenkandidaten für Onkologie und Immunologie zu entwickeln. Die Partnerschaft nutzt Exscientias KI-Plattform zur Beschleunigung der Arzneimittelentdeckung.

Der Pharmakonzern Sanofi hat eine strategische Forschungs- und Lizenzvereinbarung mit dem KI-Unternehmen Exscientia bekannt gegeben. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung von bis zu 15 neuen niedermolekularen Wirkstoffkandidaten in den Bereichen Onkologie und Immunologie unter Einsatz der KI-gestützten Plattform von Exscientia. Dies soll die Arzneimittelentdeckung beschleunigen und die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.
Die neue Vereinbarung baut auf einer seit 2016 bestehenden Zusammenarbeit der beiden Unternehmen auf. Sie wird die Plattform von Exscientia nutzen, die Patientendaten in die frühe Ziel- und Wirkstoffforschung integriert. Dieser "Patient-zuerst"-Ansatz soll die Entwicklungszeiten verkürzen und die Qualität sowie Zielgenauigkeit potenzieller Medikamente verbessern.
Exscientia wird für das Design und die Optimierung von niedermolekularen Medikamenten bis zur Benennung von Entwicklungskandidaten verantwortlich sein. Sanofi übernimmt die präklinische und klinische Entwicklung, die Herstellung und die Vermarktung. Exscientia erhält eine Vorauszahlung von 100 Millionen US-Dollar und kann potenzielle Meilenzahlungen von bis zu 5,2 Milliarden US-Dollar sowie gestaffelte Lizenzgebühren aus zukünftigen Verkäufen erhalten.
Frank Nestle, Leiter der globalen Forschung und Chief Scientific Officer von Sanofi, erklärte, dass die Zusammenarbeit darauf abzielt, die Entdeckung und Entwicklung von niedermolekularen Medikamenten für Krebs und immunvermittelte Krankheiten zu revolutionieren. Exscientias CEO Andrew Hopkins betonte das Potenzial von KI zur Entwicklung der nächsten Medikamentengeneration.