Sanofi: Interimsdaten validieren neues Profil des experimentellen IL-2 THOR-707
Sanofis experimenteller IL-2-Kandidat THOR-707 (SAR444245) zeigt Interimsdaten, die sein "Nicht-Alpha"-Profil validieren. Die Daten deuten auf ein Potenzial für eine Anti-Tumor-Reaktion mit reduzierten Nebenwirkungen hin.

Sanofi präsentierte am 9. April 2021 vorläufige Daten aus einer ersten Humanstudie mit THOR-707 (SAR444245), einem experimentellen Interleukin-2 (IL-2)-Kandidaten. Die Ergebnisse, die als späte Posterpräsentation auf dem Jahrestreffen der American Association for Cancer Research (AACR) vorgestellt wurden, stimmen mit präklinischen Studien überein und bestätigen das "Nicht-Alpha"-Profil des Medikaments.
Die Daten deuten darauf hin, dass THOR-707 eine Anti-Tumor-Immunantwort fördern kann, während bestimmte Nebenwirkungen, die mit der Alpha-Untereinheit des IL-2-Rezeptors verbunden sind, vermieden werden. Das Medikament wird als Monotherapie und in Kombination mit einer Anti-PD-1-Therapie untersucht, wobei eine erste Aktivität beobachtet wurde, darunter partielle Remissionen bei Patienten, die zuvor mit Anti-PD-1-Mitteln behandelt wurden.
THOR-707 ist eine präzise PEGylierte Version von IL-2, die auf Sanofis Synthorin™-Technologieplattform basiert. Es wurde entwickelt, um tumorzerstörende T-Effektorzellen und natürliche Killerzellen (NK-Zellen) selektiv über Beta-Gamma-Rezeptoren zu vermehren, ohne an die Alpha-Rezeptoren zu binden, die Toxizität auslösen können. Dieses Design zielt darauf ab, alpha-vermittelte immunsuppressive Effekte von regulatorischen T-Zellen und eosinophil-vermittelte vaskuläre Leckagen zu mildern, die bekannte Herausforderungen bei herkömmlichen IL-2-Therapien darstellen.
Interimsresultate zeigten eine Zunahme von CD8+ T-Zellen und NK-Zellen nach der Dosierung, eine Wirkung, die in Kombination mit Pembrolizumab (KEYTRUDA®) verstärkt zu sein schien. Es wurden keine signifikanten Erhöhungen von CD4+ regulatorischen T-Zellen oder Eosinophilen beobachtet, was die beabsichtigte Selektivität unterstützt. Bei den berichteten Dosen wurden keine dosislimitierenden Toxizitäten festgestellt. Häufige, vorübergehende unerwünschte Ereignisse waren grippeähnliche Symptome, Fieber und Übelkeit. Ein vaskuläres Leckagesyndrom wurde nicht berichtet.