SAP: KI-Agenten für Unternehmen benötigen Wissensgraphen und Governance
SAP betont, dass fortgeschrittene KI-Agenten für Unternehmen im spezifischen Kontext des Unternehmens verankert sein müssen, nicht nur in allgemeinem Wissen. Wissensgraphen und robuste Governance sind hierfür essenziell.

Auf der VB Transform 2026 erläuterte SAP seine Vision für die Weiterentwicklung von einfachen Chatbots zu autonomen KI-Agenten, die Geschäftsprozesse ausführen können. Das Unternehmen hob hervor, dass der entscheidende Unterschied darin liegt, diese Agenten im einzigartigen Kontext eines Unternehmens zu verankern, anstatt sich auf allgemeines Wissen zu verlassen.
Laut Max McPhee, Senior Solution Advisor bei SAP, zeigen KI-Agenten eher fortgeschrittenes Verhalten und wirken wie "Kollegen" statt nur als "Assistenten", wenn sie mit unternehmensspezifischem Kontext versorgt werden. Dieser wesentliche Unternehmenskontext wird effektiv durch Wissensgraphen und vektor-eingebettete Daten aufgebaut, die den Agenten den einfachen Abruf von Informationen ermöglichen und ihr Verständnis für interne Fachbegriffe und Akronyme verbessern.
SAP zieht Parallelen zwischen der Einarbeitung von KI-Agenten und der von neuen Mitarbeitern. Neben Wissensgraphen sind starke Governance- und Prozesskontrollmechanismen – Bereiche, in denen SAP über umfassende Erfahrung verfügt – entscheidend. Das Unternehmen modernisiert seine 50-jährige Erfahrung im Prozessmanagement, um die erhöhte Flexibilität von KI-Agenten zu unterstützen.
Darüber hinaus nutzt SAP maschinelles Lernen zur Validierung des Agentenverhaltens, zur Erkennung von Anomalien und zur Implementierung von Schutzmaßnahmen. Identität und Berechtigungen sind kritische Sicherheitskomponenten. Sowohl menschliche Benutzer als auch SAPs KI-Assistent Joule müssen die erforderlichen Rechte für den Systemzugriff besitzen, um zu verhindern, dass Agenten Zugriffskontrollen umgehen.
SAP konzentriert sich auch darauf, sein Kernwissen mit kundenspezifischen Landschaften zu integrieren. Akquisitionen wie LeanIX und Signavio sowie Investitionen in das Automationsunternehmen n8n zielen darauf ab, komplexe Unternehmensarchitekturen abzubilden. McPhee warnte jedoch, dass die Modernisierung älterer On-Premises-Systeme notwendig ist, um Leistungsengpässe bei der breiteren Einführung von autonomen Agenten zu vermeiden.