Saregama nutzt GenAI zur Produktion von Musikvideos für Oldie-Songs
Das indische Musikunternehmen Saregama setzt generative KI ein, um neue Musikvideos für seinen Katalog älterer Songs zu erstellen. Ziel ist es, die Produktionskosten zu senken und die umfangreiche Musikbibliothek des Unternehmens zu nutzen.

Das indische Musikunternehmen Saregama hat generative KI (GenAI) eingeführt, um neue Musikvideos für seinen Katalog älterer Songs zu produzieren. Auf der Q1 FY27-Gewinnveranstaltung des Unternehmens erklärte Geschäftsführer Vikram Mehra, dass KI die kostengünstige Erstellung von „lebensechten“ Videos mit modernem Aussehen ermöglicht.
Dieser technologische Ansatz löst eine Herausforderung für Saregama bei der Monetarisierung seiner älteren Musikkataloge. Viele Songs aus den 1960er und 1970er Jahren waren ursprünglich Teil von Filmen, und die Rechte an den Musikvideos wurden in der Regel nicht an die Musiklabels übertragen. GenAI ermöglicht die Produktion neuer visueller Inhalte für diese Titel mit Originalton, mit der Möglichkeit, auch den Ton zu modernisieren.
Mehra betonte, dass die erheblichen Mehrkosten für die Aufnahme traditioneller Musikvideos solche Projekte für ältere Inhalte oft finanziell unrentabel machen. Mit GenAI kann Saregama neue Videos für ein jüngeres Publikum erstellen und gleichzeitig bestehendes Material ohne erhebliche Budgetsteigerungen aktualisieren.
Das Unternehmen nutzt KI auch zur Vorhersage des Songerfolgs, ein Werkzeug, dem Mehra das verbesserte Verhältnis von Treffern zu Flops bei Saregama im Vergleich zu Wettbewerbern zuschreibt. Saregama setzt sich auch für ein kostenpflichtiges Musik-Streaming-Modell ein und glaubt, dass indische Verbraucher bereit sind, für Dienste zu zahlen, die einen klaren Mehrwert bieten.