Sarvam plant KI-Modell mit Billionen Parametern und startet indische Inferenzdienste
Das indische KI-Startup Sarvam kündigte den Bau eines KI-Modells mit über einer Billion Parametern in Indien an und startete eine im Inland gehostete Inferenzplattform.

Das KI-Startup Sarvam hat seine bisher umfassendste Produktstrategie vorgestellt. Das Unternehmen plant den Aufbau eines KI-Modells der Spitzenklasse mit über einer Billion Parametern in Indien. Gleichzeitig wurde eine im Inland gehostete Inferenzplattform gestartet, um einen durchgängigen KI-Stack für Modelle, Infrastruktur und Unternehmenssoftware zu schaffen.
Das in Bengaluru ansässige Startup präsentierte diese Pläne auf seiner ersten Entwicklerkonferenz, der Epoch 2026. Auf der Veranstaltung wurden zudem mehrere neue Produkte in den Bereichen Agenten-KI, Sprache, Bilderkennung und Unternehmensproduktivität vorgestellt.
„Wir freuen uns sehr, ankündigen zu können, dass wir hier in Indien ein Modell mit über einer Billion Parametern entwickeln. Wir bauen sie von Grund auf, um in Bereichen wie Codierung, Cybersicherheit, Simulation und Wissenschaft wettbewerbsfähig zu sein“, sagte Sarvam-Mitgründer Pratyush Kumar auf der Konferenz. Ein Zeitplan für die Veröffentlichung des Modells wurde nicht bekannt gegeben.
Sarvam meldete zudem die Eröffnung eines Büros in San Francisco und die Ernennung von Devendra Singh Chaplot, einem Mitglied der Gründungsteams von Mistral AI und Thinking Machines Lab, zum Berater.
Eine bedeutende Einführung war Sarvam Inference, eine Plattform, die KI-Modelle mit Open-Source-Ansatz über in Indien gehostete Infrastruktur bereitstellt. Der Dienst unterstützt derzeit Sarvams eigenes Modell mit 105 Milliarden Parametern sowie Open-Source-Modelle wie GLM 5.2 und Gemma 4. Sarvam gibt an, dass die Plattform Entwicklern und Unternehmen den Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen ermöglicht und gleichzeitig sicherstellt, dass die Inferenzverarbeitung in Indien verbleibt, um den wachsenden Anforderungen an die Datenresidenz gerecht zu werden.