SAS vereinbart Investitionsabkommen und neue Finanzierung
Die Fluggesellschaft SAS hat eine Investitionsvereinbarung mit einem Konsortium getroffen und eine neue Finanzierung über 500 Millionen US-Dollar gesichert. Die Vereinbarungen bedürfen der Zustimmung des US-Insolvenzgerichts.

Die Fluggesellschaft SAS gab am 4. November 2023 bekannt, dass sie eine Investitionsvereinbarung mit einem Konsortium aus Castlelake, Air France-KLM, Lind Invest und dem dänischen Staat geschlossen hat. Gleichzeitig hat SAS eine neue "debtor-in-possession" (DIP) Finanzierung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar von Castlelake gesichert. Diese dient zur Refinanzierung bestehender Schulden und zur Erhöhung der Liquidität im Rahmen des Chapter 11-Restrukturierungsverfahrens.
Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für SAS auf dem Weg aus dem freiwilligen Sanierungsverfahren. Die Gesamtinvestition des Konsortiums wurde auf 1,2 Milliarden US-Dollar erhöht, bestehend aus 475 Millionen US-Dollar neuem Eigenkapital und 725 Millionen US-Dollar in besicherten Wandelanleihen. Diese Struktur ist Teil der Bemühungen des Unternehmens um finanzielle Erholung.
Nach der Reorganisation wird die Eigentümerstruktur wie folgt aussehen: Castlelake hält etwa 32,0 %, der dänische Staat 25,8 %, Air France-KLM 19,9 % und Lind Invest 8,6 %. Der verbleibende Anteil geht an Gläubiger. Die neue DIP-Finanzierung über 500 Millionen US-Dollar ersetzt eine frühere Finanzierung über 700 Millionen US-Dollar und weist günstigere Konditionen, einschließlich eines niedrigeren Zinssatzes, auf.
SAS strebt die Genehmigung dieser Vereinbarungen durch das US-Gericht im November 2023 an. Die Bestätigung des Chapter 11-Sanierungsplans ist für Anfang 2024 geplant. Die erfolgreiche Genehmigung und Umsetzung sind entscheidend für die langfristige operative Stabilität und Marktposition der Fluggesellschaft.