SAS ernennt Investorenkonsortium und plant Wechsel zur SkyTeam-Allianz
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat einen wichtigen Meilenstein in ihrem Chapter 11-Verfahren in den USA erreicht und ein Konsortium aus Castlelake, Air France-KLM und Lind Invest als Gewinner der Bieterrunde für die Finanzierung bekannt gegeben.

Die skandinavische Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) hat einen entscheidenden Fortschritt in ihrem laufenden Chapter 11-Restrukturierungsverfahren in den Vereinigten Staaten erzielt. SAS hat ein Konsortium aus Castlelake, Air France-KLM und Lind Invest, zusammen mit dem dänischen Staat, als bevorzugten Bieter für die Finanzierung ausgewählt.
Die vereinbarte Transaktionsstruktur sieht eine Gesamtinvestition von 1,175 Milliarden US-Dollar in das neu organisierte SAS vor. Davon sind 475 Millionen US-Dollar als neue, nicht börsennotierte Eigenkapitaleinlagen und 700 Millionen US-Dollar als besicherte wandelbare Schulden vorgesehen. Zusätzlich wird Castlelake einen bestehenden Kredit von 500 Millionen US-Dollar refinanzieren.
Im Anschluss an den Abschluss des Chapter 11-Verfahrens und die erforderlichen behördlichen Genehmigungen beabsichtigt SAS, der SkyTeam-Allianz beizutreten. SAS wird damit die Star Alliance verlassen. Air France-KLM ist Gründungsmitglied der SkyTeam-Allianz.
SAS wird während des gesamten Restrukturierungsprozesses den regulären Flugbetrieb aufrechterhalten. Die börsennotierte Muttergesellschaft SAS AB wird voraussichtlich im Jahr 2024 ein Sanierungsverfahren nach schwedischem Recht einleiten. Dies wird voraussichtlich zur Annullierung und Entlistung der Stammaktien und Hybridanleihen von SAS AB führen, wobei keine Erträge für die derzeitigen Aktionäre erwartet werden.
Parallel dazu strebt SAS eine kommerzielle Kooperation mit Air France-KLM an, um die Anbindung für skandinavische Reisende zu verbessern.