SAXON Q nimmt Vorbestellungen für Quantencomputer bei Raumtemperatur entgegen
Der deutsche Quantencomputer-Hersteller SAXON Q hat die Vorbestellungen für seine 128- und 512-Qubit-Systeme geöffnet. Die Computer können bei Raumtemperatur in Standard-Server-Racks betrieben werden, was kryogene Kühlung überflüssig macht.

Das deutsche Unternehmen SAXON Q, spezialisiert auf diamantbasierte Quantencomputer, hat Vorbestellungen für seine Quantencomputersysteme SXQ128 (128 Qubits) und SXQ512 (512 Qubits) bekannt gegeben. Eine wesentliche Neuerung ist die Fähigkeit dieser Systeme, bei Raumtemperatur in Standard-Server-Racks unter Verwendung normaler Stromversorgungen zu arbeiten. Dies eliminiert die Notwendigkeit für kryogene Kühlung, Vakuumanlagen oder spezielle Infrastrukturen.
Dieser Ansatz unterscheidet sich von traditionellen Quantencomputer-Aufbauten, die oft extreme Kälte und komplexe Infrastruktur erfordern, und zielt darauf ab, die Implementierung und Betriebskosten erheblich zu vereinfachen. Das Unternehmen gibt an, dass die Systeme für bestimmte Arbeitslasten, wie z.B. Faltungsneuronale Netze, eine 6- bis 10-fach höhere Energieeffizienz als GPUs bieten.
SAXON Q führt seinen Fortschritt auf einen proprietären Schwefel-Infusionsprozess zurück, der eine Erfolgsquote bei der Qubit-Herstellung von über 85 % und eine Qubit-Fidelität von 99,92 % ermöglicht hat. Die Systeme laufen unter SAXON Q's Mehrkern-Quantenbetriebssystem, wobei der SXQ128 acht verschränkte Qubits pro Kern und der SXQ512 sechzehn verschränkte Qubits pro Kern bereitstellt.
Die offizielle Markteinführung des SXQ128 ist für den Spätsommer 2026 geplant, gefolgt vom SXQ512 im zweiten Quartal 2027. Diese Entwicklungen könnten den Weg für eine breitere Akzeptanz von Quantencomputing-Technologien in verschiedenen Industriezweigen ebnen.