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Fertigung

Scania vergleicht Lebenszyklus-Umweltwirkungen von Elektro- und Diesel-Verteilungsfahrzeugen

Scania hat eine vergleichende Lebenszyklusanalyse (LCA) veröffentlicht, die die Umweltauswirkungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) im Vergleich zu dieselelektrischen Verteilungsfahrzeugen (ICEV) bewertet.

13. Juni 2026
Scania vergleicht Lebenszyklus-Umweltwirkungen von Elektro- und Diesel-Verteilungsfahrzeugen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Der schwedische Lkw-Hersteller Scania hat seine erste öffentlich zugängliche Lebenszyklusanalyse (LCA) veröffentlicht, in der die Umweltauswirkungen seiner batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) mit denen vergleichbarer dieselbetriebener Verteilungsfahrzeuge (ICEV) verglichen werden.

Die Studie bewertet den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge, von der Rohstoffgewinnung bis zur Rückgewinnung. Die funktionale Einheit ist definiert als 500.000 km Fahrleistung in Verteilerzyklen mit einer durchschnittlichen Zuladung von 6,1 Tonnen. Scania nutzt LCA für interne Produktentwicklungsziele und möchte Stakeholder mit diesen externen Erkenntnissen informieren.

Die Produktionsphase von BEV-Fahrzeugen verursacht deutlich höhere Treibhausgasemissionen (53,6 Tonnen CO2-Äquivalente) im Vergleich zu ICEV-Fahrzeugen (27,5 Tonnen CO2-Äquivalente), hauptsächlich aufgrund der energieintensiven Herstellung von Batteriezellen. Abhängig von der CO2-Intensität des Stromnetzes sind die gesamten Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus von BEVs jedoch um 38–63 % geringer als bei ihren Diesel-Pendants.

BEV-Fahrzeuge akkumulieren eine "CO2-Schuld" aus den Emissionen der Produktionsphase, die typischerweise zwischen 33.000 km und 68.000 km Fahrleistung zurückgezahlt wird, abhängig vom verwendeten Strommix. Bei Betrieb mit grünem Strom kann das Potenzial zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus 86 % erreichen.

Der LCA-Bericht zeigt auch dramatische Reduzierungen bei anderen Umweltwirkungskategorien wie Feinstaubbildung und Versauerung auf, da keine Abgasemissionen anfallen. Die Bewertung schließt die Zweitverwendung und das Recycling von Batterien aus, sodass die volle Produktionsbelastung dem Lebenszyklus des Fahrzeugs zugeschrieben wird.

Originalquelle: scania.com