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Fertigung

Schleswig-Holstein strebt Net Zero Valley-Status für Industrieprojekte an

Schleswig-Holstein hat sich als europäische Modellregion beworben, um durch beschleunigte Genehmigungsverfahren klimaneutrale Unternehmen an die Westküste zu holen.

4. November 2026
Schleswig-Holstein strebt Net Zero Valley-Status für Industrieprojekte an

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat offiziell die Anerkennung als europäische Modellregion im Rahmen der Net Zero Valley-Initiative beantragt. Umweltminister Tobias Goldschmidt stellte den Antrag während einer Konferenz in Neumünster vor. Ziel ist es, durch vereinfachte Genehmigungsverfahren und einen leichteren Zugang zu EU-Fördermitteln die Ansiedlung von klimaneutralen Industrien zu fördern.

Besondere Bedeutung kommt dabei den Kreisen Dithmarschen und Steinburg zu. Die Region um das Städtedreieck Heide, Brunsbüttel und Itzehoe wird aufgrund ihrer logistischen und infrastrukturellen Voraussetzungen als besonders geeignet für Investitionen in Batterietechnologie, Wasserstoff und Biokraftstoffe eingestuft.

Erste Ansiedlungsprojekte sind bereits in Vorbereitung. So plant beispielsweise das Energieunternehmen Varem Energie ab 2030 die Erzeugung von Biomethan aus organischen Abfällen im ChemCoast Park Brunsbüttel. Die Standortwahl erfolgt dabei gezielt in der Nähe von Umspannwerken, um den hohen Strombedarf der Unternehmen zu decken. Ähnliche Modellregionen existieren in Deutschland bereits in der Lausitz, in Niedersachsen sowie in Nordrhein-Westfalen.

Originalquelle: ndr.de