Kampagne "Wissenschaft gegen Faschismus" gestartet
Die im Oktober 2026 beginnende Kampagne "Wissenschaft gegen Faschismus" zielt darauf ab, Ursachen des Faschismus zu analysieren und akademische Strukturen gegen rechte Opposition zu stärken.
Im Oktober 2026 startet die zweite bundesweite Kampagne "Wissenschaft gegen Faschismus". Die Initiative zielt darauf ab, die Debatte an Hochschulen über gesellschaftliche Entwicklungen und die Verantwortung von Wissenschaftlern voranzutreiben.
Eine Veranstaltungsreihe findet vom 16. bis 20. November 2026 statt, ähnlich der Kampagne im Juni 2026, an der über 100 Städte teilnahmen. Ziele der Kampagne sind Vernetzung und der Aufbau "resistenter" Strukturen, insbesondere angesichts des zunehmenden Drucks rechter Akteure auf die akademische Freiheit.
Die Kampagne strebt auch eine tiefere Analyse der Ursachen aktueller politischer Entwicklungen an. Der Autor merkt an, dass Analysen der Gesellschaftswissenschaften oft oberflächlich blieben und rechte Bewegungen zeitweise ungenau als "Rechtspopulismus" oder "Autoritarismus" kategorisierten, bevor sie sich mit den Ursachen des Faschismus befassten.
Ein wichtiger analytischer Ansatz ist die Kritik am Liberalismus und am Eigentum, wie sie beispielsweise in Eva von Redeckers Buch "Über den neuen Faschismus" dargelegt wird. Diese Perspektive plädiert für einen "postliberalen Antifaschismus", der etablierte liberale Strukturen und ihre Rolle im aktuellen politischen Klima in Frage stellt.