Kampagne "Wissenschaft gegen Faschismus" startet im November
Die bundesweite Kampagne „Wissenschaft gegen Faschismus“ veranstaltet vom 16. bis 20. November 2026 Aktionen. Die Initiative will die Rolle der Wissenschaft und die Ursachen gesellschaftlicher Entwicklungen analysieren.
Die bundesweite Kampagne „Wissenschaft gegen Faschismus“ beginnt am 16. November und dauert bis zum 20. November 2026. Die Initiative zielt darauf ab, die Debatte an Hochschulen über die Verantwortung der Wissenschaft für gesellschaftliche Entwicklungen anzustoßen, insbesondere angesichts von Wahlerfolgen der AfD und des Vormarsches des Rechtspopulismus.
Die Themenwoche soll Netzwerke schaffen und widerstandsfähige Strukturen aufbauen. Laut der Initiative ist es wichtig, die Ursachen der aktuellen Entwicklungen zu analysieren, um die Faktoren besser zu verstehen, die zur Verbreitung des Faschismus beitragen. Diese analytische Arbeit wird als entscheidend für die Sozialwissenschaften betrachtet.
Die Kampagne reagiert auf eine Situation, in der akademische und politische Diskurse teilweise auf ältere Kategorisierungen wie „Rechtspopulismus“ oder „Autoritarismus“ zurückgegriffen haben, was eine tiefere Untersuchung der Ursprünge des Faschismus behindert haben könnte.
Ein zentrales Diskussionsthema ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Liberalismus und dem Eigentum. Einige Analysen, wie Eva von Redeckers Buch „Über den neuen Faschismus“, deuten darauf hin, dass der Liberalismus ein beitragender Faktor zum Faschismus ist. Diese Perspektive kann zu einer Radikalisierung des Konzepts des „postliberalen Antifaschismus“ führen, wie sie in der Studie von Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey über die Mobilisierung der AfD untersucht wird.