Science Corporations Sehhilfe-Chip erhält EU-Zulassung
Das PRIMA-Gerät von Science Corporation, eine Gehirn-Auge-Schnittstelle, wurde von Europas Medizinproduktebehörde zugelassen. Das Gerät soll das Sehvermögen nach altersbedingter Makuladegeneration wiederherstellen.

Science Corporation, ein Startup für die Entwicklung neuartiger Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI), hat die Zulassung seiner sehhilfefördernden Chip-Technologie durch die europäische Regulierungsbehörde für Medizinprodukte erhalten. Das System namens PRIMA soll Menschen helfen, die aufgrund altersbedingter Makuladegeneration (AMD) ihr Sehvermögen verloren haben. Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass das Gerät von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) eine Einstufung erhalten hat, die ein erster Schritt für ein beschleunigtes Prüfverfahren ist und potenziell die Behandlung von zwei seltenen Formen der Blindheit ermöglichen könnte.
Die altersbedingte Makuladegeneration betrifft weltweit Millionen von Menschen und schädigt die lichtempfindlichen Zellen im hinteren Teil des Auges, was das Lesen und die Gesichtserkennung erschwert. Das PRIMA-Verfahren beinhaltet eine einstündige ambulante Operation, bei der ein kleiner Chip hinter das Auge implantiert wird.
Nach der Implantation tragen die Patienten eine Brille mit einer Kamera, die die Wahrnehmung der Außenwelt an den Chip überträgt. Max Hodak, Gründer und CEO von Science Corporation, erklärte, dass die Technologie den Betroffenen funktionelles Sehen zurückgibt. Er nannte Beispiele von Patienten, die Bücher gelesen und Rätsel gelöst hätten.
Hodak, der auch als Mitbegründer und ehemaliger Präsident von Neuralink, Elon Musks BCI-Startup, bekannt ist, gründete Science Corporation im Jahr 2021. Ziel des Unternehmens ist die Entwicklung fortschrittlicher BCI-Lösungen durch die Integration von Technologien aus Siliziumchips und anderen Implantaten.