Studie: Verschrottung von Benzinautos zugunsten von E-Autos umweltfreundlicher
Eine neue Studie zeigt, dass die Verschrottung eines neuen Benzinautos zugunsten eines Elektroautos eine geringere Umweltbelastung darstellt als die Reparatur des alten Fahrzeugs.

Eine aktuelle Studie der University of California, Santa Cruz, legt nahe, dass die Verschrottung eines neuen benzinbetriebenen Autos und der Umstieg auf ein Elektroauto (E-Auto) umweltfreundlicher ist als die Verlängerung der Lebensdauer des Benzinautos durch Reparaturen.
Die in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Forschung analysierte die Emissionen sowohl bei der Herstellung als auch beim Betrieb von Fahrzeugen. Das Ergebnis gilt auch dann, wenn Emissionen aus der Herstellung von E-Auto-Batterien und die Nutzung fossiler Brennstoffe im Stromnetz berücksichtigt werden.
Der Hauptautor Elliott Campbell gab zu, von den Ergebnissen überrascht gewesen zu sein. „Selbst bei den effizientesten Benzinautos war es sinnvoll, sie sofort zu verschrotten, wenn das Ziel die Reduzierung von Treibhausgasemissionen ist“, so Campbell.
Die Studie modellierte über 400 Benzin- und Elektrofahrzeugmodelle und berücksichtigte Faktoren wie Fahrzeugeffizienz, Stromquellen, Kilometerleistung und Emissionen bei der Batterieherstellung. In über 90 % der Szenarien führte der Umstieg auf ein E-Auto durch die Verschrottung des Benzinautos zu größeren Emissionsreduktionen.
Campbell hofft, dass die Ergebnisse die politischen Entscheidungsträger dazu ermutigen werden, Anreizprogramme für die Verschrottung und den Austausch zu fördern, die den Übergang zu emissionsarmen Fahrzeugen unterstützen. Die Umweltvorteile von E-Autos werden voraussichtlich weiter zunehmen, da die Nutzung erneuerbarer Energien steigt und die Technologie für das Batterierecycling fortschreitet.