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SEBI schlägt verschärfte Werberegeln für Online-Anleihenplattformen vor

Indiens Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEBI) hat neue Werbekodizes für Online-Anleihenplattformanbieter vorgeschlagen. Ziel ist es, irreführende Werbung einzudämmen und sicherzustellen, dass Anleger angemessen informiert werden.

25. August 2026
SEBI schlägt verschärfte Werberegeln für Online-Anleihenplattformen vor
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Indiens Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEBI) hat einen neuen Werbekodex für Online-Plattformanbieter von Anleihen (OBPPs) vorgeschlagen, um die Werbung für Schuldtitel strenger zu reglementieren. Das Konsultationspapier wurde am 21. August 2026 veröffentlicht, mit einer Frist für öffentliche Kommentare bis zum 11. September 2026.

Der Vorschlag ist eine Reaktion auf die zunehmende digitale Werbung, Social-Media-Nutzung und Influencer-gesteuerte Promotion durch OBPPs. SEBI will dringlichkeitsbasierte Botschaften, künstliche Knappheit und Taktiken der Angst, etwas zu verpassen (FOMO), eindämmen, da diese Anleger zu überstürzten Entscheidungen ohne ausreichende Sorgfaltspflicht verleiten können. Die Aufsichtsbehörde strebt standardisierte Offenlegungen an, die Kernmerkmale, Risiken und Preise abdecken, um Anlegern fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.

Der überarbeitete Kodex verlangt, dass Werbeanzeigen Angaben zum Namen des Emittenten, zur Laufzeit des Wertpapiers, zu Details der Kreditbewertung mit einem Link zur Ratingbegründung und zum Credit Risk-o-meter enthalten müssen. Er schreibt auch die Offenlegung von Nettopreis (Clean Price), Bruttotopreis (Dirty Price) und Rendite (Yield to Maturity) vor, wobei Haftungsausschlüsse prominent dargestellt werden müssen. Spezifische Regeln sind für Principal Protected MLDs vorgesehen, die Erklärungen zu den zugrunde liegenden Risiken und Links zu den Emissionsdokumenten erfordern.

Darüber hinaus liefert der Vorschlag klarere Richtlinien für Werbebegriffe im Zusammenhang mit festverzinslichen Produkten. Begriffe wie "feste Erträge" sind unter bestimmten Bedingungen und mit Haftungsausschlüssen zulässig. Vage Adjektive wie "hohe Rendite" oder "hohe Bonität" sollten vermieden werden, sofern sie nicht belegt sind. OBPPs dürfen die eigenen Bestände der Plattform in Schuldtiteln nicht in Werbeanzeigen darstellen, obwohl diese Informationen separat über vorgeschriebene Bestandsberichte bereitgestellt werden können.

Diese Initiative spiegelt SEBI's breiteren Bestrebungen zur Rechenschaftspflicht bei der Online-Investmentwerbung wider. Die Aufsichtsbehörde hat zuvor registrierte Unternehmen verpflichtet, ihre Registrierungsnummern auf Social Media anzuzeigen und Kooperationen mit nicht registrierten Finanzinfluencern eingeschränkt, was einen Trend zu strengerer Überwachung von Finanzwerbung signalisiert.

Originalquelle: medianama.com