SEC schlägt neue Regeln für Krypto-Asset-Investitionsverträge vor
Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat neue Vorschriften vorgeschlagen, die klären sollen, wie Investitionsverträge mit Krypto-Assets reguliert werden. Der Vorschlag zielt darauf ab, einen "maßgeschneiderten Regulierungsrahmen" für bestimmte Investitionsverträge zu schaffen, die Krypto-Assets beinhalten.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat neue Regeln, bekannt als "Regulation Crypto Assets", vorgeschlagen. Ziel des Vorschlags ist die Schaffung eines "maßgeschneiderten Angebotsregimes für bestimmte Investitionsverträge, die Krypto-Assets beinhalten". Dies folgt auf die Auslegung der SEC vom März 2026, die bereits klargestellt hatte, wie die bundesstaatlichen Wertpapiergesetze auf Krypto-Assets und damit verbundene Transaktionen anwendbar sind.
Die bestehenden Offenlegungsregeln der SEC wurden für traditionelle Wertpapiere wie Aktien und Anleihen konzipiert und sind nicht optimal auf Krypto-Angebote zugeschnitten. Dies führt häufig dazu, dass Emittenten Informationen offenlegen, die für Token-Käufer irrelevant sind, während entscheidende Details wie Netzwerksicherheit, Token-Angebot und Governance fehlen.
Der Vorschlag definiert einen "abgedeckten Investitionsvertrag" als einen Vertrag, eine Transaktion oder ein System, das drei Bedingungen erfüllt: Ein Krypto-Asset ist Gegenstand des Vertrags, das Krypto-Asset selbst ist kein Wertpapier, und keine andere Anlage ist in dasselbe Geschäft eingebunden. Es gibt auch zwei Ausnahmen, die es Emittenten ermöglichen, Gelder ohne vollständige Registrierung zu beschaffen. Eine kleinere, einmalige Ausnahme erlaubt die Beschaffung von bis zu 5 Millionen US-Dollar über vier Jahre, und eine größere, wiederkehrende Ausnahme erlaubt bis zu 75 Millionen US-Dollar jährlich.
Diese Ausnahmen erfordern "prinzipienbasierte narrative Offenlegungen" anstelle einer starren Checkliste. Emittenten müssen wesentliche Informationen in eigenen Worten beschreiben, zugeschnitten auf ihr spezifisches Projekt. Die SEC erwartet, dass diese Informationen "klar, prägnant und verständlich" sind. Der Vorschlag enthält auch eine "Bad Actor"-Klausel, die Emittenten mit einer Betrugshistorie von der Nutzung dieser Ausnahmen ausschließt. Darüber hinaus wird ein bedingter "Safe Harbor" angeboten, der es einem Token ermöglicht, nicht mehr als Wertpapier behandelt zu werden, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Fertigstellung der Managementbemühungen des Emittenten und die Einreichung eines öffentlichen "Transition Report".