Sicherheitslücke ermöglicht Absturz von Android-Smartphones per SMS
Ein Sicherheitsforscher hat eine Schwachstelle in Android-Versionen 12 bis 17 identifiziert, die durch manipulierte WAP-Push-Nachrichten Systemabstürze auslöst.

Wie Heise berichtet, hat der Sicherheitsforscher Mark Blaszczyk eine schwerwiegende Schwachstelle in Android-Systemen offengelegt. Die als „SMS of Death“ bezeichnete Lücke betrifft die Versionen 12 bis 17 und ermöglicht einen ferngesteuerten Denial-of-Service-Angriff. Dabei führt eine präparierte WAP-Push-Nachricht zu einem Absturz der Telefonie-Dienste des Betriebssystems.
Bei dem Angriff handelt es sich um eine „Zero-Click“-Schwachstelle, die keinerlei Interaktion des Nutzers erfordert. Sobald das Gerät das Paket empfängt, gerät es in eine Neustart-Schleife, da das System bei jedem Boot-Vorgang erneut versucht, die fehlerhafte Nachricht zu verarbeiten. Dies führt dazu, dass das Smartphone unbrauchbar wird und sogar laufende Notrufe unterbrochen werden können. Für den Nutzer bleibt der Angriff im Hintergrund, da die SMS nicht im Posteingang erscheint.
Die Anfälligkeit konnte unter anderem auf Geräten der Pixel-9-Reihe sowie verschiedenen Samsung-Galaxy-Modellen verifiziert werden. Google führt die Lücke unter der Kennung CVE-2026-58882 und hat Mitte Juni einen Patch veröffentlicht. Für ältere Android-Versionen wie 12 und 13 ist laut aktuellem Stand jedoch kein Sicherheits-Update zu erwarten.