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SEK gewinnt nach US-Politikänderungen deutlich an Stärke

Die schwedische Krone (SEK) hat seit Anfang 2025 eine historisch starke Performance gezeigt und ist in ihrer handelsgewichteten Kursentwicklung um 7 % gestiegen, maßgeblich beeinflusst durch politische Änderungen in den USA.

18. Juni 2026
SEK gewinnt nach US-Politikänderungen deutlich an Stärke

Die schwedische Krone (SEK) hat seit Jahresbeginn 2025 eine historisch starke Entwicklung verzeichnet. Der handelsgewichtete Wechselkurs hat um 7 % aufgewertet, die stärkste Zunahme seit 1993. Diese Entwicklung steht im Kontrast zu den Erwartungen, da die SEK in Zeiten globaler Unsicherheit tendenziell schwächer wird.

Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten und die erhöhte Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Bedingungen und der Inflation weltweit werden auf politische Maßnahmen der neuen US-Administration zurückgeführt. Diese haben die globale geopolitische und handelspolitische Landschaft neu gestaltet.

Entgegen historischen Mustern hat die SEK gegenüber dem Euro um 5 % und gegenüber dem US-Dollar um 12 % aufgewertet. Analysten führen dies auf eine Neubewertung der US-Wirtschaft zurück, die zu einem Vertrauensverlust und einer geringeren Nachfrage nach dem USD als Weltreservewährung geführt hat. Dies hat eine Umschichtung von Kapital aus USD-denominierten Wertpapieren in andere Märkte ausgelöst.

Zinssätze spielen ebenfalls eine Rolle. Während die US-Notenbank mit komplexen Entscheidungen zur Geldpolitik konfrontiert ist, haben europäische Länder und Schweden zugesagt, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen, was potenziell den Finanzierungsbedarf steigern könnte. Nordea prognostiziert eine schrittweise Aufwertung der SEK auf 10,50 gegenüber dem EUR bis Ende 2026.

Eine stärkere SEK wird voraussichtlich einen dämpfenden Effekt auf die Inflation haben, potenziell um fast einen Prozentpunkt über die Zeit. Obwohl dies das BIP durch geringere Nettoexporte und Tourismus negativ beeinflussen könnte, werden Schwedens starke Exportwirtschaft und solide Staatsfinanzen als unterstützend für langfristige Wachstumsaussichten angesehen.

Originalquelle: nordea.com