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Wissenschaft

Senckenberg-Geowissenschaftler erhält Gustav-Steinmann-Medaille 2026

Prof. Dr. Ulf Linnemann wird für seine Forschung zur Zirkon-Geochronologie und zur geologischen Entwicklung von Peri-Gondwana mit der Gustav-Steinmann-Medaille 2026 ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgt durch die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV).

16. Oktober 2026
Senckenberg-Geowissenschaftler erhält Gustav-Steinmann-Medaille 2026
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Prof. Dr. Ulf Linnemann, Direktor der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden und Professor für Geologie an der Technischen Universität Dresden, erhält die Gustav-Steinmann-Medaille 2026 der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV). Die Auszeichnung würdigt seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Zirkon-Geochronologie und seine Forschung zur geologischen Entwicklung von Peri-Gondwana, einer Region am Rande des Urkontinents Gondwana.

Linnemanns Forschungen konzentrieren sich auf das Verständnis der geologischen Entwicklung alter Gesteinsformationen in Europa, Nordwestafrika und Nordamerika, einschließlich des Avalon-Cadomischen Grundgebirges und der variszischen Gebirgsbildung. Durch die Uran-Blei-Datierung von Zirkonen rekonstruiert er präzise geologische Prozesse und die Entwicklung der Erdkruste über Jahrmillionen. Seine Arbeit hat das Verständnis der kontinentalen Geschichte und der Plattentektonik maßgeblich vertieft.

Ein bedeutender Beitrag Linnemanns ist seine Arbeit zur absoluten Datierung der Grenze zwischen Präkambrium und Kambrium in einem biostratigraphisch gesicherten Profil in Südnamibia. Seine Forschung verbindet geochronologische und geologische Fragestellungen mit der Entwicklung des Lebens und den Umweltbedingungen im Laufe der Erdgeschichte.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hat Linnemann die Entwicklung geologischer Forschungsstrukturen in Dresden maßgeblich beeinflusst. Unter seiner Leitung wurde das Staatliche Museum für Mineralogie und Geologie Dresden in die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung integriert, was die Kapazitäten der Institution im Bereich der Geowissenschaften stärkte.

Originalquelle: senckenberg.de