Verletzung eines Senioren bedroht das Wohl des gesamten Paares
In Singapur sind immer mehr ältere Menschen auf die Unterstützung ihres Ehepartners angewiesen. Wenn einer von ihnen verletzt wird, können beide Leben aus den Fugen geraten.

In Singapur, wo die Bevölkerung schnell altert, ist die Situation für ältere Paare nach einer Verletzung kritisch. Laut einem Kommentar der Duke-NUS Medical School stützen sich viele ältere Singapurer ausschließlich auf ihren Ehepartner, und die Verletzung einer Person kann das Leben des gesamten Paares zum Einsturz bringen.
Eine Studie zeigt, dass fast 42 Prozent der pflegenden Ehepartner keine Unterstützung von anderen Familienmitgliedern erhalten und eine überdurchschnittliche Belastung durch chronische Krankheiten tragen. Wenn ein Ehepartner, beispielsweise durch einen Sturz, verletzt wird, steigt die Pflegeverantwortung plötzlich, oft ohne ausreichende Schulung oder Unterstützung. Dies belastet den bereits älteren und möglicherweise kranken Ehepartner zusätzlich und erhöht auch dessen eigenes Verletzungsrisiko.
Stürze sind eine erhebliche Gesundheitsgefahr für Senioren und die Hauptursache für verletzungsbedingte Krankenhausaufenthalte. Die Verletzungen können schwerwiegend sein, wie Hüftfrakturen oder Hirntraumata. Ein einzelner Vorfall kann jedoch eine Kettenreaktion auslösen, die zu Angst, Furcht und sozialer Isolation sowohl für den Verletzten als auch für den pflegenden Ehepartner führt.
Obwohl Singapur Programme zur Förderung körperlicher Aktivität und zur Sicherheit zu Hause hat, reichen diese möglicherweise nicht aus, um Paare zu unterstützen, bei denen ein Partner plötzlich ausfällt. Kurzfristige Hilfe nach Stürzen und Unterstützung bei der häuslichen Rehabilitation sind erforderlich. Die Unterstützung von Pflegepersonen ist von größter Bedeutung, um einen zweiten Unfall zu verhindern und die Würde und Unabhängigkeit des Paares zu wahren.
Die niedrige Geburtenrate in Singapur bedeutet, dass sich in Zukunft immer mehr Senioren auf ein begrenztes oder nicht vorhandenes Familiennetzwerk verlassen müssen. Laut Duke-NUS müssen Gesellschaft, Politik und Gemeinschaften zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass wenn einer fällt, der andere nicht als nächster fällt.