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Wissenschaft

Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela – Hilfsorganisationen im Einsatz

Zwei starke Erdbeben und mehrere Nachbeben haben am 24. Juni 2026 Nordvenezuela erschüttert und weitreichende Zerstörung sowie zahlreiche Todesopfer gefordert.

12. Oktober 2026
Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela – Hilfsorganisationen im Einsatz

Am 24. Juni 2026 wurden Nordvenezuela von zwei schweren Erdbeben mit Magnituden von 7,2 und 7,5 erschüttert. Die Epizentren lagen rund 150 Kilometer westlich der Hauptstadt Caracas. Die Erschütterungen und zahlreiche Nachbeben führten zu erheblichen Zerstörungen, forderten Tausende von Todesopfern und hinterließen eine unzählige Zahl von Verletzten und Vermissten.

Die Rettungsarbeiten sind im Gange, werden jedoch durch starken Regen, Überschwemmungen und eingestürzte Brücken erschwert, die den Zugang zu den am stärksten betroffenen Gebieten wie La Guaira einschränken. Laut dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UN OCHA) sind über 3.500 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 16.700 verletzt worden. Rund 6.500 Menschen wurden gerettet, Zehntausende werden jedoch noch vermisst.

Mehrere Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ sind vor Ort und leisten Nothilfe. Die Johanniter haben ein 27-köpfiges Team und 13 Tonnen medizinische Ausrüstung entsandt. Malteser International stellt mobile medizinische Einheiten bereit und kümmert sich um die dringende medizinische Versorgung. Das ASB liefert Wasseraufbereitungsanlagen und sanitäre Einrichtungen, während AWO International Hygienekits verteilt.

Die Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich auch auf die Bereitstellung von Unterkünften, Nahrungsmitteln und psychosozialer Unterstützung. CARE verteilt warme Mahlzeiten und Hygieneartikel, während Help Nahrungsmittel und sanitäre Produkte liefert. Habitat for Humanity und action medeor arbeiten an sicheren Wohnlösungen und unterstützen den Wiederaufbau.