Shanghai: Mann wegen Hackings einer KI-Plattform verurteilt
Ein Gericht in Shanghai hat einen Mann zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, da er KI-Systeme nutzte, um Rechenleistung zu stehlen und Sicherheitsbarrieren zu umgehen.
In einem der ersten Fälle dieser Art in Shanghai wurde ein Täter verurteilt, der mithilfe von KI-gestützten Skripten Sicherheitsbarrieren einer KI-Plattform durchbrach. Der Mann entwickelte eine Webseite, über die er Bild- und Videodienste verkaufte, während er im Hintergrund illegal die Rechenleistung einer Drittanbieter-Plattform anzapfte.
Der Prozess verdeutlichte ein komplexes Katz-und-Maus-Spiel: Als die betroffene Plattform ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärfte, nutzte der Täter KI-Tools, um digitale Signaturen zu fälschen und IP-Sperren zu umgehen. Die Entdeckung erfolgte im März 2025, als das Unternehmen feststellte, dass innerhalb kurzer Zeit über vier Millionen Konten über dieselbe IP-Adresse registriert wurden.
Insgesamt führte der Täter etwa 290.000 unautorisierte API-Abrufe durch und erwirtschaftete einen illegalen Gewinn von rund 34.000 Yuan. Wegen des illegalen Erwerbs von Daten aus Computersystemen wurde er zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 40.000 Yuan verurteilt.