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„Die Höhle der Löwen“: Viele Deals platzen nach der Sendung

Eine Analyse der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ zeigt, dass fast 40 Prozent der auf dem Bildschirm geschlossenen Investitionsvereinbarungen nachträglich platzen. Die Erfolgsquote hat sich jedoch über die Staffeln verbessert.

29. September 2026
„Die Höhle der Löwen“: Viele Deals platzen nach der Sendung

Bei der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ scheitern nach der Ausstrahlung rund 40 Prozent der vereinbarten Investitionen. Insgesamt wurden den Gründern in den bisherigen fünf Staffeln 31,83 Millionen Euro zugesagt, doch nur 18,65 Millionen Euro flossen tatsächlich an 94 Unternehmen.

Das Portal „Chuck No Risk“ hat ermittelt, dass von insgesamt 321 Auftritten nur 154 Firmen eine tatsächliche Finanzspritze erhielten. Das bedeutet, dass 60 der zugesagten Deals, etwa 40 Prozent, nicht zustande kamen. Die Chance auf ein erfolgreiches Investment lag damit bei etwa eins zu vier.

Die Quote der tatsächlich abgeschlossenen Deals hat sich jedoch im Laufe der Jahre positiv entwickelt. Während in der ersten Staffel nur 23,5 Prozent der Deals nach der Sendung umgesetzt wurden, lag dieser Wert in der fünften Staffel bei 82,3 Prozent. Laut Investorin Judith Williams tragen die bessere Vorbereitung der Sendung und die gestiegenen Qualifikationen der Gründer zu dieser Entwicklung bei.

Ein Auftritt in der Show bietet auch ohne Deal eine bedeutende Werbeplattform. Von den 173 Unternehmen, die keinen Investor fanden, sind nach Angaben von „Chuck No Risk“ noch 141 am Markt aktiv. Die Ausstiegsquote von 17,3 Prozent ist damit deutlich geringer als die allgemeine deutsche Gründungs-Scheiterrate von 32 Prozent innerhalb der ersten drei Jahre.

Originalquelle: prisma.de