Shemaroo: Keine Fortschritte bei der Monetarisierung von YouTube Shorts
Das Medienunternehmen Shemaroo berichtet, dass die Monetarisierung des Kurzvideoformats YouTube Shorts kaum Fortschritte gemacht hat, was branchenweite Bedenken und neue Plattformanforderungen widerspiegelt.

Das indische Medien- und Unterhaltungsunternehmen Shemaroo hat erklärt, dass die Monetarisierung von YouTube Shorts nur minimale Fortschritte gemacht hat. Arghya Chakravarty, Chief Operating Officer des Unternehmens, äußerte diese Besorgnis während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals (Q1 FY27) am 24. Juli. Er wies darauf hin, dass das Einnahmenpotenzial von Shorts nicht wie erwartet entwickelt wurde.
"In Bezug auf die Monetarisierung gab es keine Bewegung. Die Monetarisierung findet immer noch nicht in dem Umfang statt, wie man es angenommen hatte. Die Nadel hat sich kaum bewegt", kommentierte Chakravarty als Antwort auf die Frage eines Analysten zu den Umsatzrichtlinien von YouTube. Er fügte hinzu, dass sich der Fokus des Unternehmens auf die Steigerung des Konsums auf Connected TV-Plattformen verlagert hat, die deutlich bessere Monetarisierungsmöglichkeiten bieten.
Diese Haltung spiegelt breitere Branchentrends wider. Tips Music, ein weiteres indisches Unternehmen, hat ebenfalls Einnahmenbeteiligung für YouTube Shorts-Inhalte gefordert. Berichte aus dem Januar 2026 zeigten die Absicht von Tips Music, mittel- bis langfristig von festen Gebühren auf Einnahmenbeteiligung für Shorts umzusteigen.
Die jüngsten Änderungen der Monetarisierungsrichtlinien von YouTube für Shorts, die am 1. Februar 2027 in Kraft treten, werden erfordern, dass Kanäle in den letzten 90 Tagen 10 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe erreichen, um für die Beteiligung an Werbe- und Abonnementumsätzen in Frage zu kommen. Andernfalls können Einnahmen nur aus Langform-Inhalten erzielt werden.
Shemaroo bleibt angesichts der Monetarisierungsunsicherheiten, trotz seines Wachstums, vorsichtig bezüglich des Micro-Drama-Segments. CEO Hiren Gada stellte außerdem einen globalen Rückgang des Ökosystems für Free Ad-supported Streaming TV (FAST) in den letzten 12-18 Monaten fest, was dazu führte, dass Shemaroo sein Angebot an FAST-Kanälen reduzierte. Trotz dieser Herausforderungen erwartet das Unternehmen, dass seine OTT-Plattform innerhalb der nächsten zwei Jahre die Gewinnschwelle erreichen wird.