Shenzhou 23-Besatzung zwei Monate im All
Die Besatzung von Shenzhou 23 hat zwei Monate im Weltraum verbracht. Wissenschaftliche Experimente und Wartungsarbeiten werden fortgesetzt.

Die Besatzung der Mission Shenzhou 23 hat laut der China Manned Space Agency (CMSA) die Zwei-Monats-Marke im Orbit erreicht. Die Astronauten Zhu Yangzhu, Zhang Zhiyuan und Li Jiaying setzen ihre wissenschaftlichen Experimente fort und stellen den laufenden Betrieb der Raumstation sicher.
Zu den laufenden Experimenten gehört eine Untersuchung der Darmmikrobiota und des Nährstoffwechsels unter Bedingungen langer Raumflüge. Die Besatzung nutzt ein Weltraum-Raman-Spektrometer zur Analyse von Stoffwechselkomponenten in Urinproben, um zu untersuchen, wie sich die Darmflora verändert und den Nährstoffwechsel in der Mikrogravitation beeinflusst. Weitere Forschungen umfassen die Bewertung von Veränderungen der Feinmotorik und der adaptiven Lernmechanismen von Astronauten durch Geratetestungen, um die Auswirkungen vonLangzeitmissionen im Weltraum zu verstehen.
Auch die Gehirnaktivität wird untersucht. Die Besatzung führt mehrere EEG-Tests (Elektroenzephalographie) im Orbit durch, um die physiologischen Mechanismen hinter Veränderungen der kognitiven Funktionen während des Raumflugs zu erforschen. Die Besatzung hat auch Wartungsarbeiten und Probenwechsel in verschiedenen Labormodulen durchgeführt, darunter solche für Verbrennungswissenschaft und behälterlose Verarbeitung, und hat Trainings für Rendezvous und Andocken absolviert.
Neben der Forschung ist die Besatzung für die Instandhaltung der Raumstation verantwortlich. Dazu gehören die Inspektion und Wartung der regenerativen Lebenserhaltungssysteme, der Austausch von Komponenten und die Organisation der Innenräume. Das Gesundheitsmanagement hat Priorität mit regelmäßigen medizinischen Untersuchungen, nicht-invasiven Herzfunktionstests und kontinuierlicher Überwachung mit diagnostischen Geräten der Traditionellen Chinesischen Medizin. Astronauten halten sich auch an ein strenges Trainingsprogramm und nutzen Geräte zur Bekämpfung physiologischer Auswirkungen der Schwerelosigkeit, wie z.B. Knochenschwund.