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Sidetrade-Daten: Fast 40% der Zahlungen weltweit verzögert

Die Analyse aus Sidetrades Data Lake zeigt, dass 37 % der B2B-Zahlungszyklen überfällig sind. Die Ergebnisse umfassen über 42 Millionen Unternehmen und Transaktionen im Wert von 8 Billionen US-Dollar.

16. Juli 2026
Sidetrade-Daten: Fast 40% der Zahlungen weltweit verzögert

Sidetrade, ein Unternehmen für KI-gestützte Order-to-Cash-Prozesse, veröffentlichte im Februar 2026 globale Zahlungsdaten. Diese zeigen, dass verspätete Zahlungen nun 37 % des Zahlungszyklus ausmachen. Die Erkenntnisse stammen aus dem Sidetrade Data Lake, der anonymisierte Zahlungsverhaltensdaten von über 42 Millionen Käuferunternehmen analysiert, die an B2B-Transaktionen im Wert von mehr als 8 Billionen US-Dollar beteiligt sind.

Die Daten deuten darauf hin, dass vertragliche Zahlungsbedingungen allein die Cash-Generierung für Unternehmen nicht zuverlässig beschleunigen. Weltweit benötigten Unternehmen im Jahr 2025 durchschnittlich 51 Tage, um bezahlt zu werden. Dies setzt sich aus 32 Tagen vertraglicher Zahlungsfristen und 19 Tagen tatsächlicher Zahlungsverzögerungen nach Fälligkeit zusammen. Sidetrade berichtet, dass diese Entwicklung die Unsicherheit in den Cashflow-Prognosen von Lieferanten erhöht und das Management des Umlaufvermögens erschwert.

Es bestehen erhebliche regionale Unterschiede. Die Niederlande setzen mit einem durchschnittlichen Zahlungszyklus von 40 Tagen, einschließlich nur 12 Tagen Verzögerung, einen globalen Maßstab. Indien hingegen benötigt im Durchschnitt 77 Tage für Zahlungen, wobei 43 Tage nach Fälligkeit als Verzögerung anfallen. Die Vereinigten Staaten weisen eine durchschnittliche Verzögerung von 25 Tagen auf, wobei Sektoren wie Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Immobilien aber Verzögerungen von durchschnittlich 27 Tagen erleben.

Europa übertrifft die Vereinigten Staaten generell in Bezug auf die Zahlungsmoral mit einer durchschnittlichen Verzögerung von 18 Tagen im Vergleich zu 29 Tagen in den USA. Die interne Konsistenz innerhalb der EU variiert jedoch; die Niederlande und die nordischen Länder führen an, während Teile Süd- und Osteuropas zurückbleiben. Mark Sheldon, CTO bei Sidetrade, erklärte, dass verspätete Zahlungen ein strukturelles Problem darstellen, das zugrundeliegende wirtschaftliche Belastungen und interne Order-to-Cash-Prozesse widerspiegelt. Eine Neuverhandlung von Konditionen behandle nur die Symptome, bemerkte er.

Originalquelle: sidetrade.com