Sigmar Stricker leitet neue Abteilung für Zellbiologie an der Karl Landsteiner Privatuniversität
Professor Sigmar Stricker hat im September 2025 die Leitung der neu gegründeten Abteilung für Zellbiologie an der Karl Landsteiner Privatuniversität (klu) übernommen. Seine Forschung konzentriert sich auf Stammzellen und die Regeneration des Bewegungsapparates.

Professor Sigmar Stricker trat im September 2025 als Leiter der neu gegründeten Abteilung für Zellbiologie an der Karl Landsteiner Privatuniversität (klu) an. Stricker, der 25 Jahre in Berlin, unter anderem als Professor an der Freien Universität Berlin, tätig war, verfolgt das Ziel, seine Forschung zum Bewegungsapparat und zu Stammzellen mit den bestehenden Forschungsschwerpunkten der Universität in Allergologie und Immunologie zu verbinden.
Strickers Forschung konzentriert sich auf die Regeneration des Bewegungsapparates, einschließlich Muskeln, Knochen und Sehnen. Er untersucht, wie somatische Stammzellen zur Gewebereparatur beitragen und wie ihre Wirksamkeit mit dem Alter abnimmt, was zu Erkrankungen wie Sarkopenie und Osteoporose führt. Die Forschung zielt darauf ab, die Mechanismen zu verstehen, durch die Alterungsprozesse diese Zellen und ihre Funktion beeinflussen.
Ein zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit sind epigenetische Programme, die als molekulare Schalter die Genaktivität in Stammzellen steuern. Stricker nutzt moderne "Omics"-Technologien wie Transkriptomik und Proteomik sowie epigenetische Analysen, um zu untersuchen, wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren, wie z. B. die Ernährung, langfristige Veränderungen induzieren können. Die Forschung soll klären, ob Lebensstilentscheidungen in der Kindheit und Jugend einen dauerhaften Einfluss auf Stammzellen haben und somit zu Krankheiten im späteren Leben beitragen können.
Stricker hat die langfristige Vision, die "epigenetischen Belastungen" des Bewegungsapparates im Laufe des Lebens zu entschlüsseln und neue Methoden zur Modulation von Alterungsprozessen zu entwickeln. "Wir müssen verstehen, wie Ernährung, Immunsystem und Stammzellen gemeinsam die Gesundheit unseres Bewegungsapparates bestimmen", erklärte Stricker. Dieses systemische Verständnis soll dazu beitragen, Mobilität und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.