Singapore General Hospital führt Hypoglossusnervstimulation bei Schlafapnoe ein
Das Singapore General Hospital führt die Hypoglossusnervstimulation (HGNS) als neue Behandlungsoption für Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) ein und bietet eine Alternative zu CPAP und Chirurgie.

Das Singapore General Hospital (SGH) bietet nun Hypoglossusnervstimulation (HGNS) für Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) an. Diese neue Therapie soll eine Alternative für Personen darstellen, die kontinuierliche Positivdruckbeatmung (CPAP) nicht vertragen oder bei denen traditionelle chirurgische Eingriffe nicht wirksam waren.
Obstruktive Schlafapnoe ist eine häufige Erkrankung, die durch wiederkehrende Obstruktionen der oberen Atemwege während des Schlafs gekennzeichnet ist. Laut SGH lehnen 60–70 % der OSA-Patienten CPAP ab oder halten sich nicht daran, oft aufgrund von Unverträglichkeit. Chirurgische Standardverfahren zur Öffnung der Atemwege adressieren häufig nicht das zugrunde liegende Problem der geringen Muskelspannung in den oberen Atemwegen, einem Schlüsselfaktor bei OSA.
Das HGNS-System beinhaltet die Implantation eines Impulsgebers und einer Stimulationsleitung, die auf den Hypoglossusnerv abzielt. Wenn das Gerät vor dem Schlafengehen vom Patienten aktiviert wird, sendet es milde elektrische Impulse an den Nerv, der die Zungenbewegung steuert. Dies führt zur Vorverlagerung der Zunge und des weichen Gaumens, wodurch die oberen Atemwege im Schlaf erweitert und stabilisiert werden.
Das Implantation ist ein chirurgischer Eingriff unter Vollnarkose. Das SGH weist darauf hin, dass HGNS eine dauerhafte Behandlung mit positiven Ergebnissen für Patienten bietet, die mit anderen Methoden keine Linderung erfahren haben. Diese Therapie soll die Lebensqualität von OSA-Patienten verbessern und damit verbundene Gesundheitsrisiken reduzieren.