Singapur: Kliniken starten Studie zur besseren Erfassung hitzebedingter Erkrankungen
Das Singapore General Hospital leitet ein nationales Forschungsprojekt, um die Diagnose und Erfassung hitzebedingter Krankheitsfälle in Notaufnahmen zu standardisieren.
Angesichts steigender Temperaturen untersuchen zehn öffentliche Krankenhäuser in Singapur unter der Leitung des Singapore General Hospital (SGH) systematisch den Zusammenhang zwischen Hitzebelastung und akuten medizinischen Notfällen. Das Projekt „HEAT-MAP“ zielt darauf ab, die bislang häufige Fehldiagnose hitzebedingter Beschwerden zu minimieren, da diese oft mit Symptomen von Infektionen oder Sepsis verwechselt werden.
Im Rahmen der Studie wird das medizinische Personal geschult, bei Patienten routinemäßig Informationen zur Hitzeexposition und bestehenden Vorerkrankungen zu erfassen. Offizielle Daten zeigen einen Anstieg der hitzebedingten Notfallbesuche von 280 im Jahr 2024 auf 398 im Jahr 2025. Da diese Zahlen laut Experten unterrepräsentiert sein könnten, soll die Studie eine belastbare Datengrundlage schaffen.
Das Projekt, das bis 2028 laufen soll, dient dazu, die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf die öffentliche Gesundheit besser zu verstehen. Die Ergebnisse sollen künftig als Basis für präzisere Prognosen und die Anpassung der medizinischen Notfallversorgung in Singapur dienen.