Singapur verlangt Verifizierung von Werbetreibenden auf sozialen Medien
Singapur hat neue Anti-Betrugs-Vorschriften erlassen, die soziale Medien, Messaging- und E-Commerce-Dienste zur Überprüfung von Werbetreibenden und zur Implementierung strengerer Sicherheitsmaßnahmen verpflichten.

Singapur verschärft seine Online-Vorschriften mit neuen Anti-Betrugs-Bestimmungen für große Social-Media-, Messaging- und E-Commerce-Plattformen. Unternehmen wie Facebook, Instagram und TikTok müssen Werbetreibende, die sich an singapurische Nutzer richten, verifizieren und Maßnahmen zur Einschränkung verdächtiger Kontakte und Anzeigen implementieren. Diese Regeln zielen darauf ab, den wachsenden Trend von Betrügereien zu bekämpfen, die zunehmend Online-Werbung und Messaging-Anwendungen nutzen.
Die neuen Verhaltenskodizes verpflichten Social-Media-Plattformen, Werbetreibende durch Abgleich ihrer Daten mit offiziellen Regierungsunterlagen zu verifizieren. Sie müssen auch Anzeigen für Finanzprodukte oder -dienstleistungen blockieren, es sei denn, der Werbetreibende ist von einer zuständigen singapurischen Behörde autorisiert. Plattformen müssen zudem betrügerische Anzeigen aktiv identifizieren und entfernen, einschließlich solcher, die Techniken wie URL-Cloaking verwenden, um die tatsächliche Zielwebsite zu verbergen.
Messaging-Dienste wie WhatsApp und Telegram sehen sich neuen Regeln bezüglich unbekannter Kontakte gegenüber. Die Zustimmung der Nutzer ist erforderlich, bevor ein unbekannter Kontakt Einzelpersonen zu Gruppen oder Kanälen hinzufügen kann. Dienste müssen auch Werkzeuge zum Filtern oder Blockieren von Nachrichten und Anrufen von unbekannten Nummern anbieten und Warnungen für verdächtige Mitteilungen bereitstellen. Maßnahmen gegen die Nachahmung von Regierungsbehörden werden ebenfalls verstärkt.
E-Commerce-Plattformen, darunter Carousell und Facebook Marketplace, erhalten verbesserte Sicherheitsanforderungen. Dazu gehören strengere Anmeldeüberprüfungen für neue Geräte und Schutzmaßnahmen gegen betrügerische Anzeigen, ähnlich denen, die für soziale Medien gelten. Singapur führte bereits im Juni 2024 ähnliche Kodizes ein, die zu einer Verringerung der gemeldeten Betrugsfälle beitrugen. Die Behörden stellen jedoch fest, dass Betrüger ihre Methoden ständig anpassen, was fortlaufende regulatorische Anpassungen erfordert.