Einziges bekanntes Trebuchet-Opfer der Geschichte in Schottland entdeckt
Ein in Schottland gefundenes Skelett wurde als einziges bekanntes Todesopfer eines mittelalterlichen Katapults (Trebuchet) der Geschichte identifiziert. Die Überreste zeigen massive Verletzungen.

Ein unter der Kapelle von Schloss Stirling in Schottland entdecktes Skelett wurde als das einzige bekannte historische Todesopfer eines Trebuchets, einer mittelalterlichen Belagerungsmaschine, identifiziert. Die Person, von Forschern als Skelett 150 oder 'Trebuchet-Typ' bezeichnet, starb wahrscheinlich während einer Belagerung durch den Einschlag eines großen Projektils.
Jo Buckberry, eine Paläopathologin von der University of Bradford, präsentierte die Ergebnisse auf der 25. Europäischen Tagung der Paläopathologischen Vereinigung. Das Skelett wies extreme Traumata auf: Der Schädel war in 61 Teile zerbrochen, und zahlreiche Knochenfragmente wurden zwischen den Rippen gefunden. Auch die rechte Schulter und der obere Teil des rechten Beins waren schwer verletzt.
Dieser Fund ist bedeutsam, da er direkte Beweise für die verheerende Wirkung von Trebuchets in der mittelalterlichen Kriegsführung liefert. Obwohl diese Waffen für ihre Zerstörungskraft bei Belagerungen bekannt waren, sind spezifische Todesfälle, die ihnen direkt zugeschrieben werden, selten.
Skelett 150 wurde unter den Überresten anderer Personen gefunden, die einen gewaltsamen Tod erlitten hatten. Die Schwere und Art seiner Verletzungen stützen jedoch nachdrücklich die Schlussfolgerung, dass ein Trebuchet-Projektil die Todesursache war, und bieten seltene Einblicke in die brutale Realität mittelalterlicher Konflikte.