Skims-Mitgründerin Emma Grede: Effektive Führung basiert auf drei Signalen
Effektive Führung bedeutet nicht, einen Raum zu beherrschen. Skims-Mitgründerin Emma Grede erklärt, dass es auf drei Verhaltenssignale ankommt.

Emma Grede, Mitgründerin des Unternehmens Skims, hat ihre Perspektive auf effektive Führung dargelegt und damit das traditionelle Verständnis von der Rolle einer Führungskraft herausgefordert. Grede betont, dass eine gute Chefin nicht die Freundin aller sein oder einen Raum mit Autorität beherrschen muss. Stattdessen hebt sie hervor, dass echte Führung eine Balance zwischen Empathie und der Notwendigkeit, schwierige Geschäftsentscheidungen zu treffen, erfordert.
Grede, deren Erkenntnisse unter anderem von Business Insider veröffentlicht wurden, unterscheidet zwischen den Aufgaben der Führung und der Freundschaft. Sie glaubt, dass Führungskräfte die Verpflichtung haben, Mitarbeiter gut zu behandeln und Empathie zu zeigen, doch dies entbindet sie nicht von der Pflicht, schwierige Entscheidungen zum Wohl des Unternehmens zu treffen. Führung sollte ihrer Meinung nach nicht mit familiären Beziehungen verwechselt werden, in denen persönliche Loyalität berufliche Erwartungen überlagern könnte.
Traditionell wurde "Executive Presence" mit Selbstvertrauen, Charisma und ausgefeilter Kommunikation in Verbindung gebracht – Eigenschaften, die einer Führungskraft helfen, Aufmerksamkeit zu erregen. Grede und Führungsforscher weisen jedoch darauf hin, dass diese Merkmale allein keine effektive Führung garantieren. Echte Führung erfordert ihrer Ansicht nach eine differenzierte Kombination von drei Arten von Verhaltenssignalen: relationale, funktionale und richtungsweisende Signale.
Relationale Signale vermitteln Wärme und Zugänglichkeit, funktionale Signale demonstrieren Kompetenz und Problemlösungsfähigkeit, und richtungsweisende Signale kommunizieren Klarheit, Entschlossenheit und Verantwortungsbewusstsein. Eine effektive Führungskraft versteht es, diese Signale je nach situativer Notwendigkeit angemessen einzusetzen, sodass sie mitfühlend, aber nicht nachgiebig und entscheidungsfreudig, aber nicht einschüchternd agieren kann.